Lebensdaten
1805 bis 1867
Geburtsort
Dorsten (Westfalen]
Sterbeort
Bonn
Beruf/Funktion
Mediziner
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116257814 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Albers, Johann Franz Hermann
  • Albers, Johann Friedrich Hermann
  • Albers, Johann Franz Hermann
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Zitierweise

Albers, Johann Friedrich Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116257814.html [17.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Hermann Albers;
    M Clara Zimmermann.

  • Leben

    A., aus der Schule Chr. Fr. Nasses hervorgegangen, lehrte in Bonn innere Medizin, pathologische Anatomie, Psychiatrie und Pharmakologie auf einer empirisch-naturwissenschaftlichen Grundlage. Die deutsche Medizin verdankt ihm den ersten „Atlas der pathologischen Anatomie“ (1832-62 in 45 Lieferungen). Nachdem er 30 Jahre lang der Fakultät als Extraordinarius angehört hatte, wurde er 1862 ordentlicher Professor der Pharmakologie. Er vertrat im Gegensatz zu seinem Vorgänger Chr. H. E. Bischoff die durch R. Buchheim in Dorpat 1849 inaugurierte experimentelle Richtung der Arzneimittellehre, wie sein „Handbuch der allgemeinen Arzneimittellehre“ (1853) erkennen läßt.

  • Werke

    Weitere W Beobachtungen auf d. Gebiete d. Pathol. u. patholog. Anatomie (3 T.). 1836–40;
    Hdb. d. allg. Pathol., 2 Bde., 1842–44.

  • Literatur

    ADBI;
    E. Rassmann, Münsterländ. Schriftsteller d. 18. u. 19. Jh.s, 1866, S. 2, NF, 1881, S. 1;
    Nekrolog in: Allg. Ztschr. f. Psychiatrie 24, 1867, S. 564-66;
    K. Schmiz, Die med. Fak. d. Univ. Bonn, 1920;
    BLÄ I, 1929, Erg.-Bd., 1935.

  • Autor/in

    Johannes Steudel
  • Empfohlene Zitierweise

    Steudel, Johannes, "Albers, Johann Friedrich Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 126 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116257814.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Albers: Joh. Friedr. Herm. A., Arzt, geb. 14. Nov. 1805 in Dorsten bei Wesel, 1828 in Bonn als Doctor der A. W. promovirt, habilitirte sich daselbst 1829 als Privatdocent in der med. Facultät, wurde 1831 zum außerord. Prof. ernannt und begründete 1850 eine Privatheilanstalt für Geisteskranke, welcher er bis zu seinem am 11. Mai 1867 plötzlich erfolgten Tode als Leiter vorstand. — Nächst der Psychiatrie, welcher sich A. mit Vorliebe und nach Begründung seines Institutes mit Selbstaufopferung hingab, war es vorzugsweise die pathologische Anatomie, welche er mit Eifer und auch nicht ohne Erfolg betrieb: der von ihm herausgegebene „Atlas der pathologischen Anatomie“, 45 Lies, mit 563 Taf., Bonn 1832—62 sol. war die erste derartige Arbeit in Deutschland; außer zahlreichen, diese Doctrin betreffenden Journalartikeln hat A. eine Schrift: „Ueber die Darmgeschwüre“, Leipz. 1831 und „Beobachtungen auf dem Gebiete der Pathologie und pathologischen Anatomie“, Bonn 1836—40, 3 Bde., demnächst eine große Reihe von Lehr- und Handbüchern über verschiedene Gebiete der Heilkunde veröffentlicht (vgl. das Verzeichniß seiner monographischen Schriften bei Engelmann, Bibl. p. 10 und Suppl. p. 2) und ist auch als Mitredacteur an dem von Nasse herausgegebenen med. Correspondenzblatt rhein. und westphäl. Aerzte (1842—45) thätig gewesen.

  • Autor/in

    Aug. Hirsch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Hirsch, August, "Albers, Johann Friedrich Hermann" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 180 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116257814.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA