Lebensdaten
1634 - 1693
Geburtsort
Breslau
Sterbeort
Stockholm
Beruf/Funktion
Naturforscher ; Arzt ; Naturwissenschaftler
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 117519006 | OGND | VIAF: 30315521
Namensvarianten
  • Major, Johann Daniel
  • D. B. M. D.
  • I. D. M.
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Zitierweise

Major, Johann Daniel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117519006.html [23.01.2022].

CC0

  • Leben

    Major, Johann Dan. M., Sohn des Rectors und Schulinspectors zu Breslau Elias M., wurde daselbst am 16. August 1634 geboren, studirte in Wittenberg und Leipzig Medicin und Naturwissenschaften. Nachdem er in Padua promovirt, ließ er sich 1664 als praktischer Arzt in Hamburg nieder. Im J. 1665 wurde er als Professor der Medicin und Inspector des botanischen Gartens nach der neubegründeten Akademie in Kiel berufen. Er starb zu Stockholm, wohin er von der erkrankten Königin gerufen war, am 23. Aug. 1693. M. zeichnete sich durch umfassende Kenntniß nicht allein in seiner Fachwissenschaft, sondern auch in der Geschichte, Münzkunde, Alterthumskunde und namentlich in den Naturwissenschaften aus und war auch auf allen diesen Gebieten litterarisch thätig. Er gab eine neue Auflage von Fab. Columna, Tractatus de purpura, Kiel 1675 mit ausführlichen Anmerkungen und ostrakologischen Tafeln heraus und stellte darin ein eigenes System auf, wobei er die Echiniden von den Conchylien trennt. In seiner „Dissertatio botanica de planta monstrosa gottorpiensi“ suchte er noch vor Malpighi und Chun den Umlauf des Nahrungssaftes nachzuweisen. Von seinen übrigen Werken ist noch zu erwähnen: „Dissertatio epistolica de cancris et serpentibus petrefactis“, Jenae 1664, „Index der Kunst-, Naturalien-, Schatz- und Antiquitätenkammer in und außer Europa“, „Flora cimbrica“ u. a. m.

  • Autor/in

    W. Heß.
  • Empfohlene Zitierweise

    Heß, Wilhelm, "Major, Johann Daniel" in: Allgemeine Deutsche Biographie 20 (1884), S. 112 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117519006.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA