Lebensdaten
1852 bis 1925
Geburtsort
Ravensburg
Sterbeort
Ulm
Beruf/Funktion
Verleger
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 137911211 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Maier, Otto
  • Maier, Otto Robert
  • Robert, Otto

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Zitierweise

Maier, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137911211.html [14.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Carl August (1819–67), Buchhändler in R. u. Biberach (Dornsche Buchhandlung), seit d. 50er J. Verleger d. „Oberschwäb. Anz.“ in R.;
    M Julie (1828–1919). T d. Karl Christian Frdr. Ulmer, Apotheker in Nürtingen, dann Privatier in R., u. d. Sofie Charlsotte Amalie Faber;
    Om Eugen Ulmer (1837–1917), Verleger;
    - 1887 Helene (1863–1947), T d. Karl Kiderlen, aus alter Ravensburger Fam.;
    3 S Otto (1891–1952), Karl (1894–1979), Eugen (1899 -1945), alle Verleger;
    E Otto Julius (* 1930), Dorothee (* 1936, Heß), beide Verleger.

  • Leben

    Nach Besuch des Lyzeums absolvierte M. eine Buchhändlerlehre in der Dornschen Buchhandlung in Ravensburg sowie Volontariate bei den Buchhandlungen Späth in Berlin, Leuschner & Lubensky in Graz und Rascher in Zürich. Seit 1876 war er Teilhaber und Geschäftsführer der Dornschen Buchhandlung, seit 1891 ihr Alleininhaber. 1883 gründete M. einen eigenen Verlag, dem er sich seit dem Verkauf der Buchhandlung 1893 an F. Alber ausschließlich widmete. Er verlegte großformatige handwerkliche Vorlagenwerke in Mappen, von denen bis 1911 66 Ausgaben erschienen. Sein wichtigstes Verlagsprodukt wurden später Gesellschafts- und bald auch Beschäftigungsspiele für Kinder und Erwachsene. 1918 gab es bereits 300 verschiedene sogenannte „Ravensburger Spiele“. Außerdem verlegte M. populäre Schriften für Kinder und Jugendliche sowie seit 1883 die Werke des kath. Erzählers Christoph v. Schmid. Seit den 90er Jahren entstand ein großes Angebot von Kinder- und Jugendbeschäftigungen mit mehr als 300 verschiedenen Ausgaben. Dazu erschien ein vielfältiges Programm von Anleitungsbüchern und Serien von Vorlagen zum Zeichnen und Malen, darunter die Sammlung „Zeichenkunst“ mit 100 Mappen, herausgegeben von C. Hoffmann. Seit 1903 gab M. die Sammlung „Spiel und Arbeit“ heraus, die bis in die 60er Jahre mit schließlich mehr als 250 Ausgaben fortgesetzt wurde. Dieses Werk begleitete und dokumentierte in Modellen und Bastelvorschlägen die technische Entwicklung der 1. Hälfte des 20. Jh. M.s Absicht war es, vor allem Kinder und Jugendliche sinnvoll zu beschäftigen. Die meisten Projekte gingen auf seine eigenen Ideen zurück. In 35 Jahren hatte er mehr als 850 Bücher, Spiele und andere Produkte herausbringen können und war damit der bedeutendste Verleger auf diesem Gebiet. Seit 1918 übergab M. allmählich die Führung des Unternehmens an seine Söhne. Nach Überwindung der Inflation bemühten sie sich, das „wilhelminische“ Bild der Produktion im Sinne der „Neuen Sachlichkeit“ zu modernisieren und damit zeitgemäße didaktische Prinzipien anzuwenden. Außerdem schufen sie die Möglichkeit ausreichender technischer Produktion im eigenen Haus. Seit den 50er Jahren wird das Unternehmen von M.s Enkeln Otto Julius und Dorothee geführt.

  • Literatur

    R. Ulmer, Verlag Eugen Ulmer 1868-1968, 1968;
    A. Pollitz, 1883-1983, Hundert J. O. M. Verlag Ravensburg, 1983.

  • Portraits

    Gem. im Bes. d. Verlags.

  • Autor/in

    Andreas Pollitz
  • Empfohlene Zitierweise

    Pollitz, Andreas, "Maier, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 704 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137911211.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA