Lebensdaten
1850 bis 1931
Geburtsort
Krefeld
Sterbeort
Goslar
Beruf/Funktion
Ingenieur
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 137907451 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Märklin, Adolf

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Zitierweise

Märklin, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137907451.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich ( 1901), Dr. med., Geh. Sanitätsrat;
    M Sophie (1829–71), T d. Konrad v. d. Leyen (1792–1873), GKR, Seidenmanufakturverleger in K., u. d. Sophia Gontard;
    Christine Kühlenthal.

  • Leben

    M. studierte an der TH Berlin. 1870/71 nahm er als Kriegsfreiwilliger am Feldzug gegen Frankreich teil. Anschließend beendete er sein Ingenieurstudium. Seine ersten Berufsjahre verbrachte M. in Burbach und Königshütte und ging dann zum Hoerder Bergwerks- und Hütten-Verein, wo er für mehrere Jahre als Oberingenieur tätig war. Die nächste Station waren die Dillinger Hüttenwerke, als deren technischer Direktor er in Zusammenarbeit mit der Firma Krupp die Herstellung von Panzerplatten vervollkommnete. Seit 1883 leitete er als Direktor das Peiner Walzwerk. 1898 übertrug die Firma A. Borsig, Berlin, nach dem frühen Tod von Arnold Borsig, der 1897 einem Grubenbrand zum Opfer fiel, M. als Generaldirektor die Oberleitung der Borsigwerker Betriebe in Oberschlesien. Auf Grund seiner technischen und kaufmännischen Fähigkeiten nahm das Borsigwerk unter seiner Führung bis 1912 einen außerordentlichen Aufschwung. In dieser Zeit wurden u. a. ein Siemens-Martin-Stahlwerk, ein Hammerwerk, eine Kettenfabrik für nahtlos gewalzte Schiffsketten und die dritte Kokerei errichtet. Die Steinkohlenförderung verdoppelte sich auf jährlich 1,5 Mio Tonnen, die Roheisen-, Stahl-, Walzwerks- und Schmiedeerzeugung wuchs teilweise um ein Vielfaches an. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Arbeiter von 3 300 auf 8 400. Durch den Bau einer großen Wohnkolonie mit Krankenhaus in Biskupitz sowie weiterer Wohlfahrtseinrichtungen bemühte sich M. um eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter. Er war Mitglied des Ausschusses des Oberschlesischen Berg- und Hüttenmännischen Vereins, des Vorstandes der östlichen Gruppe des Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller sowie des Aufsichtsrates des Ostdeutschen Roheisensyndikates. 1906-31 war M. Mitglied des Aufsichtsrates der Ilseder Hütte und des Peiner Walzwerkes. Außerdem gehörte er zeitweise den Aufsichtsräten der Donnersmarkhütte und der Bismarckhütte an. M. war Amtsvorsteher zu Biskupitz – Borsigwerk, Mitglied des Kreisausschusses und Kreisdeputierter. Bei Ausbruch des 1. Weltkriegs diente er als 64jähriger noch ein Jahr freiwillig als Rittmeister d. Landwehr. – KR.

  • Literatur

    Stahl u. Eisen 51, 1931, S. 816 (P);
    M. Krause, A. Borsig, Berlin 1837-1902, Festschr. z. Feier d. 5000. Lokomotive, 1902;
    75 J. Borsigwerk, 1929.

  • Autor/in

    Manfred Toncourt
  • Empfohlene Zitierweise

    Toncourt, Manfred, "Märklin, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 640 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137907451.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA