Lebensdaten
1868 bis 1940
Geburtsort
Tilsit (Ostpreußen)
Sterbeort
Karlsruhe-Durlach
Beruf/Funktion
Agrikulturchemiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 140020276 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Mach, Felix
  • Mach, F.

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Zitierweise

Mach, Felix, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd140020276.html [16.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Adolf (1824–82), Kaufm. in T., S d. Carl Gottlieb (1783–1834), Kaufm. u. Brauer in Danzig, u. d. Louisa Friederica v. Bockelmann;
    M Johanna (1835–98), T d. Reg.kondukteurs Ludwig Morgen in T. u. d. Wilhelmine Hein;
    Tilsit 1898 Elise (1875–1963), T d. Kaufm. Adolf Gerlach in T. u. d. Emma Schmidt;
    3 S, 1 T.

  • Leben

    Nach dem Besuch des Tilsiter Realgymnasiums studierte M. seit 1887 in Königsberg und Berlin Naturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Chemie. 1892 promovierte er an der Univ. Berlin bei C. Friedheim „Über die Einwirkung der Molybdänsäure auf Kalium- und Natriumarseniate“ zum Dr. phil. Ein einjähriger Wehrdienst in Tilsit schloß sich an. M. arbeitete dann zunächst als Assistent, seit 1900 als Abteilungsvorsteher an verschiedenen landwirtschaftlichen Versuchsstationen: bis 1895 in Jersitz b. Posen, danach bis 1896 und noch einmal 1899/1900 in Möckern b. Leipzig und schließlich 1900-07 in Marburg/Lahn. 1896-99 leitete er den technischen Betrieb der Spiritus- und Preßhefefabrik Schönpriesen b. Aussig. Im Dez. 1907 legte er die Hauptprüfung für Nahrungsmittelchemiker ab. Die Stellung des Vorstandes (seit 1924 mit dem Titel Direktor) der auf eine Gründung Julius Neßlers zurückgehenden Bad. Staatlichen Versuchsanstalt Augustenberg b. Karlsruhe übernahm M. im Jan. 1908. Nur von einem mehrmonatigen freiwilligen Kriegsdienst als Ausbilder von Rekruten 1915 unterbrochen, führte er die Anstalt bis zu seiner Pensionierung im Febr. 1934. In den 26 Jahren an der Spitze der Versuchsanstalt Augustenberg, die in dieser Zeit um eine später selbständig gewordene Pflanzenschutzabteilung erweitert wurde, erwarb sich M. große Verdienste um die deutsche, insbesondere aber um die bad. Landwirtschaft. Durch zahlreiche Aufsätze und Vorträge hat er seine Erfahrungen auf dem gesamten Gebiet von Agrikulturchemie und Landwirtschaft Wissenschaftlern und Bauern vermittelt. Eine besondere Leistung war die Herausgabe der „Jahresberichte für Agrikulturchemie“ für die Jahre 1914–33. M. war stellvertretender Vorsitzender des Verbandes Landwirtschaftlicher Versuchsstationen und Vorsitzender der Verbandsausschüsse für Futtermittel- und Pflanzenschutzmitteluntersuchungen. In diesen Positionen trug er wesentlich zur Schaffung des Futtermittelgesetzes von 1927 bei. Auch in mehreren anderen Kommissionen und Ausschüssen – für die Zulassung von Düngemitteln, die Weinforschung und den Tabakanbau – wirkte er mit.|

  • Auszeichnungen

    Prof.-Titel (1913); Ehrenmitgl. d. Verbandes Landwirtsch. Versuchsstationen (1934); Max-Eyth-Medaille (1925).

  • Werke

    Weitere W u. a. Tätigkeitsber. d. Staatl. Landwirtsch. Versuchsanstalt Augustenberg, f. d. J. 1907–32.

  • Literatur

    R. Herrmann, in: Dt. landwirtsch. Presse 61, 1934, S. 149, u. 67, 1940, S. 423;
    ders., 1859-1934, Entwicklung u. Wirken d. Bad. Staatl. Landwirtsch. Versuchsanstalt Augustenberg, 1934 (W);
    H. Riehm (Hrsg.), Festschr. anläßlich d. 100j. Bestehens d. Staatl. Landwirtsch. Versuchs- u. Forschungsanstalt Augustenberg, 1959 (P);
    Erich Mach (S), Aus d. Leben meines Vaters Felix Mach 1868-1940, o. J. (ungedr.);
    Gen.landesarchiv Karlsruhe, Aktenhefte 233/31656 u. 466/11987;
    Pogg. VI, VII a.

  • Portraits

    Gem. v. E. M. Markus (Salzbergen, Fam.bes.).

  • Autor/in

    Bernd Wöbke
  • Empfohlene Zitierweise

    Wöbke, Bernd, "Mach, Felix" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 609-610 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd140020276.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA