Lebensdaten
1831 bis 1908
Geburtsort
Halberstadt
Sterbeort
Potsdam
Beruf/Funktion
Chef des Zivilkabinetts
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117259608 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Lucanus, Hermann (bis 1888)
  • Lucanus, Hermann von
  • Lucanus, Hermann (bis 1888)
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Zitierweise

Lucanus, Hermann von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117259608.html [17.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich L. (1793-1872), Dr. phil., Apotheker in H., Kunsthistoriker u. Mäzen, S d. Apothekers Hermann in H. u. d. Justina Beck;
    M Berta (1804–93), T d. Steuerrats Wilhelm Schubart in Landsberg/Warthe u. d. Christine Bertog;
    Vt Carl L. (1835-1904), Vizepräs. d. Provinzialschulkollegiums in Berlin;
    Schw Pauline ( Gustav Spener, 1826–1907, Senatspräs. am Kammergericht in Berlin);
    - Eilenstedt b. Halberstadt 1860 Auguste (1839–1923), T d. Eduard Wenzel (1801–75), Amtsrat, Pächter d. Domäne Eilenstedt, u. d. Luise Ihlefeldt;
    1 S, 2 T, u. a. Friedrich (1869–1947), Dr. phil. h. c., Oberstlt. a. D., Ornithologe, erforschte d. Vogelzug (s. L).

  • Leben

    L. studierte 1851-54 in Heidelberg und Berlin die Rechte. Im preuß. Justizdienst arbeitete er als Referendar und Assessor (Halberstadt und Frankfurt/Oder). 1859 trat er in das Kultusministerium ein, wurde 1866 Regierungsrat und stieg bis 1881 zum Unterstaatssekretär auf. Seit 1886 Wirkl. Geh. Rat, wurde er sofort nach dem Regierungsantritt von Kaiser Wilhelm II. (auf Betreiben Bismarcks) als Geheimer Kabinettsrat zum Chef des Geh. Zivilkabinetts berufen. Dieses „Sprachrohr des Monarchen“ (Valentini) war die Durchgangsstelle für alle von Wilhelm II. unmittelbar ausgehenden und an ihn herangetragenen Angelegenheiten, soweit sie nicht in die Zuständigkeit des Militär- bzw. Marinekabinetts fielen. L. hat das schwierige Amt 20 Jahre lang ununterbrochen mit großem Geschick und persönlichem Takt verwaltet. Sein Mitarbeiter (und späterer Nachfolger) Rudolf v. Valentini charakterisiert ihn als sehr klugen Kopf und feinen Diplomaten. Er habe seinen großen Einfluß nur dazu benutzt, die mannigfachen, zumeist aus der impulsiven Natur Wilhelms II. entspringenden Mißhelligkeiten zu beseitigen und dabei das Ansehen der Krone zu wahren. – Dr. iur. h. c. (Göttingen 1884), Dr. med. h. c. (Halle 1884); Schwarzer Adler-Orden (1897).

  • Literatur

    Dt. Reichsanz. u. Kgl. Preuß. Staatsanz., Nr. 182 v. 4.8.1908;
    LIZ v. 6.8.1908 (P);
    Kaiser u. Kab.-chef, Nach eigenen Aufzeichnungen u. d. Briefwechsel d. WGR Rudolf v. Valentini dargest. v. B. Schwertfeger, 1931;
    BJ 13. - Zu S Friedrich:
    L. Gebhardt, Die Ornithologen Mitteleuropas, 1964.

  • Portraits

    Gem. v. A. v. Werner, 1908 (Berlin [Ost], Staatl. Museen), Abb. in: D. Bartmann, Anton v. Werner, 1984, S. 136;
    Stich v. Th. u. A. Weger in: Gothaisches Genealog. Taschenbuch d. Briefadel. Häuser 1908.

  • Autor/in

    Hans Körner
  • Empfohlene Zitierweise

    Körner, Hans, "Lucanus, Hermann von" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 270 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117259608.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA