Lebensdaten
1895 – 1974
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Melbourne (Australien)
Beruf/Funktion
Meteorologe ; Glaziologe ; Polarforscher ; Wissenschaftler
Konfession
mehrkonfessionell
Normdaten
GND: 134116097 | OGND | VIAF: 72602816
Namensvarianten
  • Löwe, Fritz
  • Loewe, Fritz
  • Löwe, Fritz
  • mehr

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Zitierweise

Loewe, Fritz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd134116097.html [18.06.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Eugen (1855–1925), Landgerichtsrat, Handelsrichter, S e. Handelsmanns in Friedheim (Prov. Posen);
    M Hedwig (1869–1956), T d. Hermann Makower (1830–97), preuß. Geh. Justizrat u. Notar in B., Mitvf. d. Allg. Dt. Handelsgesetzbuchs (1861) (s. BJ IV, Tl.);
    Om Felix Makower (1873–1933), Justizrat, Notar, Vorsitzender d. Verbands Dt. Juden in B.;
    - 1927 Else Köster (* 1901) aus B.;
    2 T;
    N Werner Mosse (* 1918), Prof. d. Gesch. in Norwich (England).

  • Biographie

    Ein zunächst in Grenoble begonnenes Jurastudium mußte L. zu Beginn des 1. Weltkriegs abbrechen. Nach Kriegsteilnahme widmete er sich in Berlin dem Studium der Geographie und promovierte 1925 mit einer (nicht veröffentlichten) Arbeit auf dem Gebiet der Meereskunde bei Alfred Merz. 1923 war er Assistent am Physikalisch-Meteorologischen Observatorium Davos bei C. Dorno, 1924 am Meteorologisch-Magnetischen Observatorium Potsdam des Preuß. Meteorologischen Instituts unter G. Hellmann. 1925 kam er als Meteorologe an die Wissenschaftliche Flugstelle des Preuß. Aeronautischen Observatoriums Lindenberg in Staaken b. Berlin. 1929 wurde L. Mitglied der Grönland-Expedition von Alfred Wegener, während der er an der Weststation und an der Station Eismitte tätig war. 1932 kehrte er nach Berlin zurück und emigrierte 1934 nach England, wo er Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Robert-Scott-Instituts für Polarforschung wurde. 1937 lud ihn die Univ. Melbourne ein, das erste meteorologische Hochschulinstitut in Australien aufzubauen. In den folgenden Jahren nahm L. an verschiedenen Expeditionen nach Grönland und in die Antarktis teil, wirkte 1958 bei der Einrichtung eines Lehr- und Forschungsinstituts für Meteorologie und Geophysik in Karachi (Pakistan) mit, hielt 1960 Gastvorlesungen an den Universitäten Bonn, Göttingen, Hamburg, Mainz und München, war zwischen 1961 und 1973 mehrfach Gastprofessor am Instiut für Polarstudien der Ohio State University (Columbus). Seine vielseitige Ausbildung in verschiedenen Teilbereichen der Meteorologie erlaubte es L., die Erfahrungen A. Wegeners bei den Expeditionen von Mylius-Erichsen (1906–08) sowie J. P. Koch (1912/13) mit den Ergebnissen der gemeinsam mit Wegener durchgeführten Mission von 1929-31 zu verknüpfen und so die Verhältnisse in Arktis und Antarktis zu vergleichen. Die sich dabei ergebenden Übereinstimmungen und Unterschiede wirkten für zahlreiche weitere Forschungen anderer befruchtend. – Polar-Medaille (1956); Dr. h. c. (Ohio State University 1970), Karl-Weyprecht-Medaille d. Dt. Ges. f. Polarforschung (1971).

  • Werke

    Btrr. in: Alfred Wegeners letzte Grönlandfahrt, hrsg. v. E. Wegener, 1932; W-Verz.
    v. K. Keil in d. Bibl. d. Dt. Wetterdienstes in Offenbach (205 Veröff.: Geographie, Aerologie, Klimatologie, üb. Niederschlag, Glaziologie in Dtld., d. Arktis, Antarktis, Australien u. Ozeanien).

  • Literatur

    J. Georgi, Im Eis vergraben, 1933 (P);
    Australian Meteorological Magazine 22, 1974, S. 21;
    U. Radok, in: Zs. f. Gletscherkde. u. Glaziol. 10, 1974, S. 259;
    K. Weiken, in: Polarforschung 44, 1974, S. 92;
    S. Meier, in: Petermanns Geogr. Mitt. 119, 1975, S. 300.

  • Autor/in

    Karl Keil
  • Zitierweise

    Keil, Karl, "Loewe, Fritz" in: Neue Deutsche Biographie 15 (1987), S. 82 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd134116097.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA