Lebensdaten
1531 - 1581
Geburtsort
Wetzlar
Sterbeort
Marburg/Lahn
Beruf/Funktion
hessischer Kanzler
Konfession
lutherisch?
Normdaten
GND: 136535402 | OGND | VIAF: 135627250
Namensvarianten
  • Heintzenberger, Johann
  • Heintzenberger, Johannes
  • Heintzenberger, Johann
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Zitierweise

Heintzenberger, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136535402.html [08.05.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Johannes (um 1497–1570), S d. Peter ( 1543), beide Stadtschreiber, Ratsherrn, Schöffen u. Bgm. in W., u. d. Elisabeth Drucker;
    M Anna ( 1557), T d. Phil. von Babenhausen, Ratsherr, Schöffe u. Bgm. in W., u. d. Margarete Schuler;
    B Wolfgang ( 1594), kaiserl. Notar u. Kanzleisekr in Kassel;
    - 1) 1552/53 Margarete ( 1565), T d. Conrad Heß gen. Buchsack, kaiserl. u. hess. Offz., Stadtschultheiß zu M., 2) Marburg 29.10.1566 Katharina (1545-n. 1611), T d. Joh. Lersner (1512–50), Hofgerichtsassessor u. Prof. d. Rechte in M., u. d. Lucia Rückersfeld;
    K aus 1), 2 T aus 2) Margarete ( Reinhard Scheffer d. J., 1561–1623, hess. Kanzler), Katharina ( Siegfr. Clotz, 1556–1610, hess. Kanzler).

  • Leben

    H. besuchte die Schule in Weilburg und ging dann auf das Pädagogium in Marburg. An der dortigen Universität wurde er 1545 immatrikuliert. Seine Lehrer waren vor allem der Professor der griechischen Sprache Johannes Lonicerus und der Professor der Logik Caspar Rudolphi. 1550 wurde H. als 20jähriger Magister Philosophiae. Auf Rat der beiden Professoren der Rechte Johann Ferrarius Montanus und Johann Oldendorp wandte er sich dem Rechtsstudium zu und wurde 1555 zum Doctor iuris utriusque promoviert. Seit seiner Studienzeit verband ihn enge Freundschaft mit Reinhard Scheffer, der seit 1559 Kanzler des Landgrafen Philipp und dann dessen ältesten Sohnes Wilhelm IV. war. Landgraf Philipp der Große berief H. zu seinem Rat und verwandte ihn vielfach für Gesandtschaften. 1565 wird H. auch als Rat der Gräfin-Witwe Agnes von Rietberg genannt. Nach dem Tode Landgraf Philipps und der daraufhin erfolgten Landesteilung (1567) ernannte ihn Philipps Zweitältester Sohn, Landgraf Ludwig der Ältere zu Marburg, zum Rat und Diener, 1569 zu seinem Kanzler. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tode aus. In der Marburger Universitätsmatrikel werden seine Verdienste um den Staat, um die Universität und um alle Professoren rühmend hervorgehoben.

  • Literatur

    Oratio de vita et obitu … Johannis Heincenbergeri … recitata … a Johanne Ferinario, Marburg 1581;
    H. Herdenius, Lpr., ebd. 1581;
    F. Gundlach, Die hess. Zentralbehörden 1247-1604, III: Dienerbuch, 1030, S. 92, II: Urkk. u. Akten, 1932, Nr. 137 u. 143.

  • Autor/in

    Walter Heinemeyer
  • Empfohlene Zitierweise

    Heinemeyer, Walter, "Heintzenberger, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 444 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136535402.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA