Lebensdaten
1906 bis 1944
Geburtsort
Breslau
Sterbeort
bei Nettuno (südlich von Rom)
Beruf/Funktion
Komponist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 11895394X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Borck, Edmund Konstantin Wilhelm von
  • Borck, Edmund von
  • Borck, Edmund Konstantin Wilhelm von
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Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Borck, Edmund von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11895394X.html [21.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus 1794 geadelter Großpächter- und Gutsbesitzerfamilie;
    V Eduard (1864–1938), Rittergutsbesitzer, S des Eduard, Gutsbesitzer, und der Konstanze Mittelstaedt;
    M Erika (1880–1945), T des Gutsbesitzers Edmund von Lübbecke und der Wilhelmine von Tümpling, einer E der Juliane von Stelzer, der musikalisch hochbegabten T des Musikers Johann Friedrich Reichardt (1752–1814);
    1929 Astrid (Cousine 2. Grades), T des Gutsbesitzers Friedrich von Löbbecke und der Enriqueta Foelsch.

  • Leben

    B. war es vorbestimmt, Musiker zu werden. Sein schon frühzeitig in Breslau begonnenes|Studium der praktischen Musik (1920–26, Klavier und Komposition) ergänzte er dann bis 1928 durch das Hören musikwissenschaftlicher Vorlesungen an den Universitäten Breslau und Berlin. Unter Julius Prüwers Leitung absolvierte er anschließend mit Erfolg die Kapellmeisterklasse der Berliner Musikhochschule, doch vermochte die Theaterpraxis ihn auf die Dauer nicht zu fesseln. Er wollte für das eigene Schaffen frei sein und nahm seinen Wohnsitz in Berlin; am Kitteischen Konservatorium, das ihm einen Lehrauftrag für Theorie und Komposition erteilte, wirkte er bis zu seiner Einberufung zum Heeresdienst (1940). - Sein früher Tod muß ein Verlust für die neuere Musik genannt werden: weil sich hier immer stärker eine ganz eigentümliche Begabung von strenger und elementarer Grundhaltung durchsetzte, die doch an den Stil des deutschen Frühexpressionismus anzuknüpfen wußte. B.s kompositorische Entwicklung versprach noch viel; und gerade in den letzten Werken hat seine Kunst einen deutlichen Höhepunkt erreicht.

  • Werke

    u. a. Orchesterwerke: Fünf Orchesterstücke, op. 8, 1933;
    Thema, vier Variationen u. Finale, op. 16, Wien 1936;
    Klavierkonzert, op. 20, ebenda 1941;
    Orphika, op. 21, ebenda o. J.;
    Kammermusik: Violinsonate, op. 7, o. J.;
    Sextett f. Flöte u. Streichquintett, op. 15a, 1936;
    Drei Lieder f. eine Altstimme, Bratsche u. Klavier nach Gedichten v. R. M. Rilke, op. 23;
    Chorwerke: Ländl. Kantate f. gemischten Chor u. Streichorchester nach Texten v. R. Billinger, op. 9;
    Oper: Napoleon, Oper in 3 Akten (frei nach Ch. D. Grabbes Drama), op. 18.

  • Literatur

    K. Laux, in: Musik u. Musiker d. Gegenwart, 1949, S. 39 f. (W);
    S. Borries, Üb. Wesen u. Werden d. neuen Musik in Dtld., in: Btrr. z. einer neuen Musikkde., H. 2, 1948, S. 94;
    F. G. Apelt, in: Neue Musikzs., Jg. 2, 1948, S. 175 f.;
    K. H. Wörner, in: Musica, 1951, S. 402 f. (W, P);
    ders., in: Schweiz. Musikztg., 1952, H. 2;
    ders., E. v. B.s „Orphika“, in: Zs. f. Musik, 1952, H. 1;
    H. Hübner, in: MGG (W).

  • Autor/in

    Werner Bollert
  • Empfohlene Zitierweise

    Bollert, Werner, "Borck, Edmund von" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 458 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11895394X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA