Lebensdaten
1628 bis 1705
Geburtsort
Neumarkt-Sankt Veit (Niederbayern)
Beruf/Funktion
Benediktiner ; Dramatiker ; Grammatiker ; Poetiker ; Rhetoriker ; Historiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 124578225 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Aicher, Otto
  • , Richea
  • Dodo
  • mehr

Porträt(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Aicher, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124578225.html [23.09.2018].

CC0

  • Leben

    A. lehrte seit 1657 Grammatik, Poetik und Rhetorik, später Moral und Geschichte an der Benediktiner-Universität Salzburg (wo Abraham a Sancta Clara sein Schüler war), schrieb über 20 Bücher in gebundener und ungebundener Rede und vertrat das ältere, noch vom Jesuitenstück und von der italienischen Oper beeinflußte Benediktinerdrama. Er verfaßte u.a. 12 im Salzburger Akademietheater seit 1670 aufgeführte, mit blutrünstigen Auftritten durchsetzte Barockstücke, die von Georg Muffat, A. Hofer oder H. Piber in Musik gesetzt wurden.

  • Werke

    u. a. Athalia, d. blutige Furie d. jüd. Königreiches (aufgeführt am 12.10.1676);
    Das goldene Jh. d. Kirche u. d. Sprengels v. Salzburg (aufgeführt am 10.9.1686 zur 1100-Jahr-Feier d. Salzburger Kirche);
    s.a. C. A. Baader, Das gelehrte Baiern, 1804;
    M. Fürst, Biograph. Lex. f. d. Gebiet zw. Inn und Salzach, 1901;
    Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques I, 1912, Sp. 1097.

  • Literatur

    ADB I;
    M. Ziegelbauer, Hist. rei litterariae OSB III, 1754, S. 425;
    M. Sattler, Collectaneen-Bll. z. Gesch. d. Bened.-Univ. Salzburg, 1890, S. 255 ff.;
    H. F. Wagner, Das Schuldrama in Salzburg, in: Ztschr. d. Salzburger Lehrervereins, 1890;
    P. Muschard, Das Kirchenrecht bei d. dt. Benediktinern u. Zisterziensern d. 18. Jh.s, in: StMBO 47, 1929, S. 247;
    A. Kutscher, Das Salzburger Barocktheater, 1924;
    ders., Vom Salzburger Barocktheater z. d. Salzburger Festspielen, 1939;
    Kosch, Kath. Dtld., 1933, Sp. 19;
    Enc. Catt. I, 1949.

  • Autor/in

    Anton Dörrer
  • Empfohlene Zitierweise

    Dörrer, Anton, "Aicher, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 116 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124578225.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Aicher: Otto A., geb. 1628, zu Salzburg 18. Jan. 1705 (Adelung und Baader, Gel. Baiern, geben irriger Weise den 17. Jan. an), ein durch seinen Eifer für die Jugendbildung glühender Mann. Er trat früh in das Benedictiner-Stift St. Veit zu Neumarkt in Niederbaiern, und ward 1657 als Professor an die Benedictiner Anstalt (Gymnasium und Universität) Salzburg von der Congregation gesandt, wo er bis 1658 Grammatik, von 1659—80 Poetik und Rhetorik, von da an aber bis zu seinem Lebensende Moral und Geschichte lehrte. In dieser seiner 48jährigen Lehrthätigkeit trug er wesentlich zum Flor seiner Schule bei und stand persönlich in hohem Ansehen (vgl. die Histor. Universitatis Salisb. sub cura P. P. Benedictinorum Bonndorfii). Seine bei Baader, Gel. Baiern, verzeichneten 21 prosaischen und poet. Schriften verschiedensten Inhaltes sind heute veraltet. Zu nennen ist etwa die „Epitome chronol. historiae universalis sacrae et profanae“, 1706 in 3 Bänden.

  • Autor/in

    Ruland.
  • Empfohlene Zitierweise

    Ruland, Carl, "Aicher, Otto" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 165 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124578225.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA