• Genealogie

    V Oswald Aichel, Arzt;
    M Clementine Geisner;
    ⚭ Dora Timmermann;
    1 S, 3 T.

  • Leben

    A. war nach deutschem Medizinstudium zuerst an der Erlanger Frauenklinik habilitiert, nachdem er mit einer Arbeit über vergleichende Anatomie auch den Dr. phil. gemacht hatte. Ab 1900 Ordinarius für Gynäkologie in Santiago (Chile), kehrte A. 1909 als Prosektor an der Münchener Anatomie nach Deutschland zurück und war in gleicher Stellung seit 1911 in Halle, seit 1913 in Kiel. Nach dem ersten Weltkrieg begründete er das anthropologische Institut der Universität Kiel, wurde 1921 Ordinarius für Anatomie und Anthropologie in Kiel und erweiterte 1929 das Kieler Institut erheblich. - A.s Arbeiten lagen zunächst auf vergleichend-anatomischem Gebiet, später und speziell auf Grund einer Forschungsreise nach Chile und Bolivien auf dem Gebiet der Rassenanthropologie. Er war korrespondierendes Mitglied mehrerer ausländischer anthropologischer Gesellschaften.

  • Werke

    Der dt. Mensch, ein Vergleich dt. mit chilen.-bolivian. Funden, 1933; Verz. d. vergleichendanatom. u. anthropolog. Ztschr.-Aufsätze in:
    Anthropolog. Anz. 12, 1935, S. 92.

  • Literatur

    Nachruf, in: Anthropolog. Anz. 12, 1935, S. 91-95.

  • Autor/in

    Karl Saller
  • Empfohlene Zitierweise

    Saller, Karl, "Aichel, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 116 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116272406.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA