• Genealogie

    V N. N., Mühlenbesitzer.

  • Leben

    Nach der Matura 1880 studierte L. an den Universitäten München, Breslau und Göttingen, wo er 1885 mit der Dissertation „Die Casuslehre der ind. Grammatiker …“ promoviert wurde. 1892 habilitierte er sich in Breslau mit der Arbeit über einen Kommentar zum Sanskritgrammatiker Pāṇini „Zwei Kapitel der Kāçikā“. Seit 1921 wirkte er bis zu seiner Emeritierung 1928 als o. Prof. für Indologie in Breslau. L. widmete sich der Sanskritgrammatik (Pāṇini 1891; Zur Einführung in die ind. einheimische Sprachwissenschaft 1919–20) und untersuchte die von Pāṇini zugrundegelegten Quellen, die nach L. in die Nähe der spätved. Literatur gehören, während z. B. die Bhagavadgītā jünger sein müsse. Er edierte die Sanskritgrammatik des Candragomin, das Cāndravyākaraṇa (1902) und den Kommentar hierzu (1918), der, wie L. nachweist, vom selben Verfasser stammt. L. untersuchte das Wurzelverzeichnis des Pāṇini (Materialien zum Dhātupāṭha, 1922) und verfaßte eine „Konkordanz Panini - Candra“ (1928). 1930 erschien seine Ausgabe der Kṣīrataraṅgiṇī,|eines Kommentars des Kṣīrasvāmin zum Dhātupāṭha des Pāṇini. Mit seinem „Sanskrit-Lesebuch“ (1905) hat L. vielen Studenten der Indologie eine wertvolle Chrestomathie in die Hand gegeben.

  • Werke

    Weitere W Das Datum d. Kālidāsa, 1912;
    Die vier ind. Açramas, 1936.

  • Literatur

    V. Stache-Rosen, German Indologists, 1981, S. 154 f.

  • Autor

    Friedrich Wilhelm
  • Empfohlene Zitierweise

    Wilhelm, Friedrich, "Liebich, Bruno" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 491 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116996811.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA