Lebensdaten
1864 bis 1937
Geburtsort
Hall (Tirol)
Sterbeort
Innsbruck
Beruf/Funktion
Jesuit ; katholischer Dogmatiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137597290 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Lercher, Ludwig
  • Lercher, Ludovicus

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Zitierweise

Lercher, Ludwig, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137597290.html [27.05.2020].

CC0

  • Genealogie

    Unehel.;
    M Anna, T d. Jakob Lercher, Finanzwache-Respizient, u. d. Ursula Dagen.

  • Leben

    Nach der Reifeprüfung am Gymnasium der Franziskaner in Hall trat L. in das Priesterseminar in Salzburg ein. Im Frühjahr 1887 erhielt er die Priesterweihe. Danach war er in Zell am See, Badgastein und Neukirchen im Pinzgau in der Seelsorge tätig. 1891 wurde er in Salzburg zum Dr. theol. promoviert. Noch im Juli 1891 trat er in St.-Andrä (Kärnten) in die Gesellschaft Jesu ein. Nach zweijähriger Probezeit studierte er in Preßburg weitere zwei Jahre Theologie und wurde dort anschließend an der Philosophischen Hochschule des Ordens Dozent der Mathematik. Seit Herbst 1899 gehörte er dem Lehrkörper der Theol. Fakultät der Univ. Innsbruck an. Zuerst lehrte er philosophische Propädeutik. 1901-03 und 1905-07 war er Hauptschriftleiter der „Zeitschrift für kath. Theologie“. In diese Anfangszeit seiner Innsbrucker Tätigkeit fallen die Arbeiten in der genannten Zeitschrift „Über die Gewißheit der natürlichen Gotteserkenntnis“ (22, 1898) und „Zur Frage über die Objektivität der sinnlichen Erfahrung“ (25, 1901). 1907-10 war L. auch Spiritual im Theolog. Konvikt. Seit 1913 wohnte er als Beichtvater im internationalen Priesterseminar „Canisianum“ in Innsbruck. Große Beachtung in dieser Zeit fand sein aus theologischer und philosophischer Sicht geschriebener Aufsatz „Grundsätzliches über Mystik“ (42, 1918). 1918-35 war L. o. Professor der Dogmatik. Als Lehrer verstand er es, schwierigste Fragen klar darzustellen. Diese pädagogische Fähigkeit kam besonders in seinem Hauptwerk, den vier Bänden „Institutiones theologiae dogmaticae“ zum Tragen. Sie wurden auch nach dem Tode L.s bis in die 50er Jahre hinein öfters aufgelegt und gehörten zu den meistverbreiteten Lehrbüchern der Theologie in den Jahrzehnten vor dem 2. Vatikanischen Konzil. Die internationale Hörerschaft der Innsbrucker Theolog. Fakultät und die damals noch vielfach übliche lat. Unterrichtssprache ermöglichten eine weltweite Wirkung.

  • Werke

    u. a. Erhebungen d. Geistes, 5 Bde., 1908, 31919-22;
    Das himml. Vaterhaus, 3910, 21939;
    Institutiones theologiae dogmaticae in usum scholarum I-IV, 1924-30 (seit 3. Aufl. hrsg. u. stark erweitert v. d. Dogmatikprofessoren d. Innsbrucker theol. Fak.: I, 51951, II, 51951, II, 1, 61955, III, 51951, IV, 1, 41945, IV, 2, 1, 31948, IV, 2, 2, 31950).

  • Literatur

    F. Dander, in: Zs. f. kath. Theol. 61, 1937, S. 656;
    F. Lakner, Die dogmat. Theol. a. d. Univ. Innsbruck, ebd. 80, 1958, S. 133 f.;
    E. Coreth, Die Philos. an d. Theol. Fak. Innsbruck, ebd., S. 153 ff.;
    Kosch, Kath. Dtld.;
    LThK2;
    ÖBL.

  • Autor/in

    László Szilas
  • Empfohlene Zitierweise

    Szilas, László, "Lercher, Ludwig" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 315 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137597290.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA