Lebensdaten
1837 – 1898
Geburtsort
Münnerstadt (Unterfranken)
Sterbeort
Bamberg
Beruf/Funktion
Bibliothekar
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119001632 | OGND | VIAF: 54948529
Namensvarianten
  • Leitschuh, Friedrich

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Zitierweise

Leitschuh, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119001632.html [28.02.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Alois (1802–80), Gymnasialrektor in M.;
    M Auguste Volk (1817–93) aus M.;
    Würzburg 1864 Margaretha (1843–1905), T d. Bäckermeisters Joh. Sauer u. d. Anna Metzger;
    S Franz Friedrich (1865–1924), Prof. d. Kunstgesch. in Freiburg (Schweiz), schrieb üb. d. Kunstgesch. Würzburgs u. Bambergs u. gab Stud. u. Qu. z. dt. Kunstgesch. d. 15. u. 16. Jh. heraus (s. HBLS; DBJ V, Tl.);
    E Max (1889–1976), Oberstudiendir. am Wilhelmsgymnasium in München, gab seit 1927 d. Lat. Schulgrammatik v. G. Landgraf heraus, bearb. d. Matrikel d. Wilhelmsgymnasiums (1970) (s. L).

  • Biographie

    Nach dem Studium, zunächst der kath. Theologie, dann der Philologie und Geschichte (Promotion 1862), war L. an der Universitätsbibliothek Würzburg tätig, seit 1874 als Vorstand an der Kgl. (heute Staats-) Bibliothek Bamberg. Hier führte er mit außerordentlicher Arbeitskraft eine neue systematische Aufstellung der Druckschriften durch, erschloß die von dem Bamberger Kunstsammler und -schriftsteller Joseph Heller ( 1849) hinterlassene reichhaltige Graphische Sammlung und entfaltete eine rege Ausstellungstätigkeit. Den gedruckten „Katalog der Handschriften der Kgl. Bibliothek“ (1887/95) vollendete sein Mitarbeiter und Nachfolger Hans Fischer 1912. Neben H. J. Jaeck hat L. Entscheidendes für die wissenschaftliche Geltung der Bamberger Bibliothek geleistet und dafür zu seiner Zeit bereits Anerkennung gefunden. Seiner Anregung und freundschaftlichen Beziehung ist das an genealogischen Schriften und Literatur zur Revolution 1848 reiche Legat Emil Marschalks v. Ostheim zu verdanken ( 1903, gedruckter „Katalog der Bibliothek E. M. v. O.“ von Hans Fischer 1911 f.). Von L.s vielfältiger Mitwirkung am öffentlichen Leben ist sodann die Gründung und Leitung eines Volksbildungsvereins mit Lehrlingsheim und Volksbibliothek hervorzuheben (1877; eine Volkslesehalle hatte er bereits 1872-74 in Würzburg geleitet) sowie die Redaktion der Wochenschrift des Bamberger Gewerbevereins (1880–96, als dessen Vorstand). 1876-90 hielt er kunst- und literaturgeschichtliche Vorlesungen für das Lyzeum. Zahlreiche Veröffentlichungen erwuchsen vor allem aus der beruflichen Tätigkeit; seine Biographie des Würzburger und Bamberger Fürstbischofs Franz Ludwig v. Erthal (1894) ist auch heute noch von Bedeutung.

  • Werke

    Weitere W Btrr. z. Gesch. d. Hexenwesens in Franken, 1883;
    Dürers Tagebuch d. Reise in d. Niederlande, 1884;
    Aus d. Schätzen d. Kgl. Bibl., 1888;
    Führer durch d. Kgl. Bibl., 1878, ²1889;
    Gesch. d. Kgl. Bibl. nach d. Säkularisation, 1894. |

  • Nachlass

    Nachlaß: Bamberg, Staatsbibl.

  • Literatur

    F. L., Eine biogr. Skizze, Mit e. Vorwort v. M. Klopfstein, 1899 (P);
    Bayerland 10, 1899, S. 212 f. (P);
    J. M. Ritz, in Bamberger Bll. f. fränk. Kunst u. Gesch. 1, 1924, S. 5 f.;
    H. Fischer, ebd. 14, 1937, S. 13-15 (P). - Zu E Max: J. Lindauer, in: Jberr. d. Wilhelmsgymnasiums München 1975/76. P Ölgem. v. H. Kundmüller (Bamberg, Staatsbibl.).

  • Autor/in

    Bernhard Schemmel
  • Zitierweise

    Schemmel, Bernhard, "Leitschuh, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 173 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119001632.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA