Lebensdaten
1705 bis 1731
Beruf/Funktion
Komponist ; Organist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 129477443 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Löffelloth, Johann Matthäus
  • Leffloth, Johann Matthäus
  • Löffelloth, Johann Matthäus
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Zitierweise

Leffloth, Johann Matthäus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129477443.html [17.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Matthäus (1681–1747), Kaufm. u. Organist an St. Margareten (Burg) in N., S d. Kaufm. Matthäus u. d. Salome Krabler;
    M Helene Elisabeth ( 1708);
    Nürnberg 1722 Dorothea Helena (1700–63), T d. Spezereihändlers Matthäus Ludwig Werner;
    8 K, u. a. Martin Wilhelm (1722–97), kaiserl. Notar u. v. Tucherscher Stiftungsregistrator in N., Organist an St. Bartholomäus (Wöhrd) u. Hl. Geist.

  • Leben

    L. wuchs in einer wohlhabenden, seit mehreren Generationen musikalisch geprägten Kaufmannsfamilie auf und muß schon in früher Jugend geregelten Kompositionsunterricht erhalten haben, vermutlich durch einen der Nürnberger Organisten. 1723 wurde er Organist an St. Leonhard (Gostenhof); kurz vor seinem Tod erhielt er das Organistenamt bei St. Bartholomäus. Auf Konzertreisen, die ihn durch ganz Europa führten, erwarb er sich aufgrund seines nuancenreichen Orgelspiels einen geachteten Namen und galt im 18. Jh. als vortrefflicher Clavichordist. Einem Ruf als Kapellmeister nach Rußland konnte er nicht mehr folgen. – L. kann mit J. Agrell, J. J. P. Küffner und G. W. Gruber einer „Nürnberger Cembalokonzertschule“ zugerechnet werden, in deren Schaffen die „cantable“ polyphone Setzart allmählich in den galanten Stil mündet. Die wenigen erhaltenen Werke L.s wurzeln thematisch und harmonisch noch in der barocken Musiktradition Frankens und Mitteldeutschlands, lassen aber in formaler Hinsicht, besonders in der Aufnahme des Rondos, wie u. a. im „Divertimento musicale“ (1726), einer achtsätzigen Suite für Cembalo, französischen Enfluß erkennen. Entwicklungsgeschichtlich bedeutsam sind zwei viersätzige „Concerti“ in D- (1730) und F-Dur (1734) für obligates Cembalo und Violine, die gleichermaßen der Frühgeschichte der Violinsonate und des Klavierkonzerts angehören. In ihrer Vermischung von Kirchensonaten- und Suitenelementen weder der Form noch der Schreibart nach Konzerte im eigentlichen Sinn, stehen sie vielfach den Triosonaten C. Ph. E. Bachs nahe; ihr Cembalopart weist indessen bereits die Mannigfaltigkeit ital. Spielfiguren in der Prägung Scarlattis auf.

  • Werke

    Weitere W VI. Senates (C, e, G, d, F, a) à violon ou flûte traversière avec la basse chiffrée, 1729;
    Cantate zur Raths-Wahl in Wehrd, um 1731 (nur Text erhalten). - Verschollene Kompp. Sonata e fuga für Cembalo (um 1725);
    2 Sonaten f. Cembalo u. Violine;
    Concerto in G-Dur f. Cembalo, 2 Violinen u. Basso continuo.

  • Literatur

    Ch. F. D. Schubart, Ideen zu e. Ästhetik d. Tonkunst, hrsg. v. L. Schubart, 1806, S. 207 f.;
    M. Seiffert, Gesch. d. Klaviermusik I, 1899, S. 329;
    H. Daffner, Die Entwicklung d. Klavierkonzerts bis Mozart, 1906, S. 8 f., 73, 99;
    B. Studeny, Btrr. z. Gesch. d. Violinsonate im 18. Jh., 1911, S. 41 f.;
    H. Uldall, Btrr. z. Frühgesch. d. Klavierkonzertes, in: Zs. f. Musikwiss. 10, 1927/28, S. 139-52, bes. S. 139 f., 143;
    R. Wagner, Die Organisten d. Kirche z. Hl. Geist in Nürnberg, ebd. 12, 1930, S. 458-71, bes. S. 462, 471;
    A. M. Karpel, A comprehensive projeet in piano Performance and an essay on the works of J. M. L., Diss. Univ. of Iowa 1974;
    MGG VIII (W, L);
    Riemann, Erg.bd.;
    Répertoire Internat, des Sources Musicales A/I/5, 1975;
    Grove X.

  • Autor/in

    Franz Krautwurst
  • Empfohlene Zitierweise

    Krautwurst, Franz, "Leffloth, Johann Matthäus" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 55 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129477443.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA