Lebensdaten
erwähnt um 1076 , gestorben 1122
Beruf/Funktion
Herzog von Kärnten
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137313365 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Heinrich
  • Heinrich III. mit dem graen
  • Heinrich mit dem graen
  • mehr

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Zitierweise

Heinrich III., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137313365.html [25.05.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus d. Geschl. d. Grafen v. Eppenstein (s. NDB IV);
    V Gf. Markwart II. (IV.) ( 1076), S d. Hzg. Adalbero I. v. Kärnten ( 1039, s. NDB I);
    M Luitpirg;
    Ov Adalbero II. ( 1057), Bischof v. Bamberg (seit 1053);
    B Hzg. Liutold v. Kärnten ( 1090), Ulrich I. ( 1121), Patriarch v. Aquileja, Hermann ( 1087), kaiserl. Gegenbischof v. Passau;
    Schw Hedwig ( 1112, Engelbert I., 1096, Gf. v. Sponheim);
    - 1) Liutkard, 2) Beatrix, beide unbek. Herkunft, 3) Sophie, T d. Mgf. Liutpold II. v. Österreich ( 1093); kinderlos; N (S d. Engelbert I.) Heinrich IV. ( 1123), Hzg. v. Kärnten, Gegner d. EB Konrad v. Salzburg, Hartwig I. ( 1126), Bischof v. Regensburg (s. NDB VIII).

  • Leben

    H. wurde 1090 nach dem Tode seines Bruders Liutold Herzog und zugleich Vogt des Patriarchates Aquileja, das sein Bruder Ulrich leitete. Im Investiturstreit stand er auf der Seite Kaiser Heinrichs IV. – was lange Kämpfe mit dem Kärntner Grafen Engelbert von Sponheim zur Folge hatte –, ging aber 1105 mit dem Patriarchen Ulrich zu Heinrich V. über und blieb ihm bis zu seinem Tode ergeben. 1121 bekriegte ihn EB Konrad von Salzburg. H. mußte, durch Kirchenstrafen gezwungen, sich demütigen und entfremdete Kirchengüter herausgeben. Weil seine Ehen kinderlos waren und er der letzte Eppensteiner war, übertrug er seinen großen Allodialbesitz und seine Ministerialen in Kärnten und in der Mark Steyr seinem Patenkind, dem Sponheimer Heinrich, und dem Markgrafen Liutpold von Steyr. Seine nächsten Verwandten, die Grafen vom Lurngau und von Reun, kamen nicht mehr als Erben in Frage. Heinrich wurde auch sein Nachfolger im Herzogtum Kärnten. H. wurde in dem von ihm 1096-1103 gegründeten und überreich bestifteten Kloster Sankt Lambrecht bestattet. Sein Tod 1122 brachte Kärnten den Verlust der alten Bedeutung, für die Mark jedoch den Aufstieg zum künftigen Herzogtum Steiermark.

  • Literatur

    A. Jaksch, Gesch. Kärntens bis 1335 I, 1928;
    H. Pirchegger, Gesch. d. Steiermark I, 21935;
    ders., Hzg. H. III. v. K., in: MIÖG 56, 1948;
    ders., Über d. Verwandtschaft d. Eppensteiner mit d. Grafen v. Reun u. Lurn, in: Zs. d. Hist. Ver. f. Steiermark 54, 1963, S. 345 ff. (L).

  • Autor/in

    Hans Pirchegger
  • Empfohlene Zitierweise

    Pirchegger, Hans, "Heinrich III." in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 361 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137313365.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA