Lebensdaten
1609 bis 1683
Geburtsort
Konstanz
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 123299446 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Pockh, Tobias
  • Bock, Tobias
  • Pockh, Tobias

Porträt(nachweise)

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Zitierweise

Bock, Tobias, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd123299446.html [25.05.2020].

CC0

  • Genealogie

    B Jakob ( * 1604 Konstanz, 12.2.1651 Wien), Bildhauer und Steinmetz in Wien, Paul SJ, Dekorationsmaler und Kunststicker in Wien;
    Wien 31.5.1643 Catharina Zocher, Bürgers-T; 9 K.

  • Leben

    B. scheint in losem Schulverhältnis zu dem Prager Carel Screta (1605–74) gestanden zu sein. Über seine Ausbildung und Wanderjahre ist nichts bekannt. Wahrscheinlich ist er mit Jakob mitgewandert, der 1627 und 1629 in Berchtesgaden arbeitete. Aus dieser Frühzeit sind keine Werke B.s bekannt. Mit dem Amtsantritt Friedrich Philipp Graf von Breuners als Bischof von Wien 1639 beginnt die Tätigkeit B.s in Wien und Umgebung. Er wurde „Maler des Bischofs“, 1648 Hausbesitzer auf der „Sailerstett“, 1649 fand er Aufnahme in die Gilde der bürgerlichen Maler und unterhielt enge Beziehungen zu den kulturellen Kreisen der Stadt, zum Episkopat und zum Schottenkloster. Er war mit den Familien Managetta (Leibarzt dreier Kaiser, sein Vetter Maler) und Fruehwirt befreundet, seine Nachkommen verkehrten mit Johann Bernhard von Fischer, der 1691 in einem B.schen Hause wohnte. B. war führend im Wiener Frühbarock. Er malte hauptsächlich Altarbilder auf Leinwand, auch auf Zinnplatten (Hochaltar von St. Stefan), ebenso war er als Freskant tätig. Von den Zeitgenossen wird er in seiner Bedeutung an die Seite Sandrarts, ja über diesen gestellt. Seine Werke zeigen Verbindung von italienischen und niederländischen Elementen. Seine Entwicklung geht von der Spätrenaissancetendenz der reihenden Figurengruppen zu raumfüllenden, straffenden Diagonallösungen. Er nimmt eine Zwischenstellung zwischen Manierismus und beginnendem Hochbarock ein, deren Dissonanz auch in der Akzentuierung seiner Werke spürbar ist. Sein Kolorit ist manieristisch, in der Farbkomposition aber sind barocke Elemente vorwiegend.

  • Werke

    Hl. Geist, 14 Nothelfer, 1642 (St. Michael Wien);
    St. Stefan, 1640-47 (St. Stefan Wien);
    St. Dorothea, 1656 (St. Dorothea Wien);
    Mariae Himmelfahrt, St. Sebastian, 1658 (Schottenkirche Wien);
    Mariae Himmelfahrt, 1658 (Dom St. Pölten);
    St. Anton, 1665 (Mariazell);
    St. Katharina, 1668 (Dominikanerkirche Wien);
    Mariae Himmelfahrt, 1673 (Pfarrkirche Aggsbach);
    Kreuzigung, 1675 (Stiftskirche Göttweig);
    Fresko b. d. Neuausstattung d. Schottenkirche, um 1645 (1816 entfernt);
    Zeichnungen (Kupf.kab. Berlin, Mus. Francisco- Carolinum Linz, Albertina u. Ak. d. Bildenden Künste Wien).

  • Literatur

    Jb. f. Landeskde. v. Niederösterr., 1928, S. 189 bis 217;
    ThB (unter Pock, W, L, auch f. B Jak.).

  • Autor/in

    Franziska Schmid
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmid, Franziska, "Bock, Tobias" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 344 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd123299446.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA