Lebensdaten
1847 bis 1902
Geburtsort
Münster (Westfalen)
Sterbeort
Velen bei Borken (Westfalen)
Beruf/Funktion
Agrarpolitiker
Konfession
katholische Familie
Normdaten
GND: 133950646 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Landsberg-Velen, Max Graf von
  • Gemen, Maximilian Franz von Landsberg-Velen und
  • Landsberg-Velen und Gemen, Max von
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Landsberg-Velen, Max Graf von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd133950646.html [22.07.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich (1815–98), Standesherr auf Gemen, Mitgl. d. preuß. Herrenhauses, Präs. d. Genossenschaft d. Rhein.-Westfäl. Malteserritter, S d. Ignaz (s. 1);
    M Sophie (1817–53), T d. Wilhelm Frhr. v. Imbsen, auf Wewer, u. d. Bernhardine Gfn. v. Korff gen. Schmising;
    Tante-m Anna Freiin v. Imbsen ( Burghard Frhr. v. Schorlemer-Alst, 1825–95, Prof. d. Nat.ök.);
    Schw Elisabeth (1853–1922), Provinzialoberin d. Ordens v. guten Hirten in Barcelona;
    - Düsseldorf 1874 Maria (1851–1925), T d. Friedrich Frhr. v. Vietinghoff gen. Schell, Fideikommißherr auf Schellenberg, u. d. Klothilde Freiin v. Brenken;
    3 T.

  • Leben

    L. studierte Rechtswissenschaften in Bonn und Heidelberg und wurde 1869 zum Dr. iur. promoviert. Auf Grund der führenden Rolle seines Vaters bei der Wiederbelebung des Malteserordens nahm er am Deutsch-Franz. Krieg als Delegierter des Ordens teil und arbeitete in Lazaretten, u. a. in Amiens. 1874-78 vertrat er, wie vor ihm sein Vater, als Abgeordneter des Zentrums den Wahlkreis Borken-Recklinghausen im Reichstag. Durch seinen Onkel Burghard v. Schorlemer-Alst wurde er zur Mitarbeit in der Vertretung der bäuerlichen Interessen gewonnen. Der von Schorlemer begründete Westfäl. Bauernverein versuchte, von der Regierung anfänglich mißtrauisch beobachtet, die das bäuerliche Leben betreffende Gesetzgebung zu beeinflussen. Wegen der Kornschutzzölle ergaben sich zeitweilig Differenzen zum Zentrum, dem Schorlemer wie L. angehörten. Eine andere Zielsetzung hatte der Landwirtschaftliche Hauptverein für den Reg.bez. Münster, dessen stellvertretender Direktor L. war. Dieser Verein befaßte sich mehr mit agrartechnischen Fragen: Erprobung von Landmaschinen, Saatgutverbesserung, Meliorationen, Tierzucht. Nach dem Tode Schorlemers 1895 wurde L. dessen Nachfolger als Präsident des Westfäl. Bauernvereins wie auch als Direktor des Hauptvereins. Persönlich war er aber, anders als sein Vorgänger, weniger an den politischen als an den agrartechnischen Fragen interessiert. Als Mitglied der Zentral-Moorkommission erwarb er sich große Verdienste um die Kultivierung von Heide- und Moorböden. L. war beteiligt an der Errichtung der Landwirtschaftskammer für Westfalen, in die 1898 nach einigen Widerständen der Provinzial-Verein, der Zusammenschluß der Hauptvereine, überführt wurde. Maßgeblich arbeitete er mit an der Gründung der Kath. Arbeiterkolonie Maria Veen (Reken Kr. Borken), die die Besserung von Trunksüchtigen und Arbeitsscheuen zum Ziele hatte. Zu den vielen Aufgaben zählte die Tätigkeit im Westfäl. Provinziallandtag, im Provinzial-Ausschuß und -Rat, im Landeseisenbahnrat, im Landesökonomie-Kollegium und im Deutschen Landwirtschaftsrat.

  • Literatur

    . E. v. Kerckerinck zur Borg, Btrr. z. Gesch. d. westfäl. Bauernstandes, 1912 (P);
    F. Jacobs, Dt. Bauernführer, 1958.

  • Autor/in

    Manfred Wolf
  • Empfohlene Zitierweise

    Wolf, Manfred, "Landsberg-Velen, Max Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 511 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd133950646.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA