Lebensdaten
1877 – 1941
Geburtsort
Rheinbrohl Kreis Neuwied
Sterbeort
Rom
Beruf/Funktion
Kanonist ; Theologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137794320 | OGND | VIAF: 5322607
Namensvarianten
  • Kurtscheid, Valentin
  • Kurtscheid, Bertrand
  • Kurtscheid, Valentin
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Orte

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Zitierweise

Kurtscheid, Bertrand, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137794320.html [29.06.2022].

CC0

  • Genealogie

    V Johannes;
    M Maria Hammerstein.

  • Biographische Darstellung

    Nach den Gymnasialstudien im Franziskanerkolleg Harreveld (Niederlande) trat K. 1894 in den Franziskanerorden ein, machte die phil.-theol. Studien in Studienhäusern des Ordens und wurde 1903 in Paderborn zum Priester geweiht. Anschließend wurde er nach Rom an das Internationale Kolleg S. Antonio zum Studium der Moraltheologie und des Kirchenrechts geschickt, das er im Juli 1905 mit dem Titel „Lector Generalis Iuris Canonici“ abschloß. 1906 ging er an die Universität Freiburg (Brsg.), wo er besonders die Vorlesungen und Seminare der Professoren Heiner, Finke, Schultze, Eisele und Kantorowicz besuchte und 1910 zum Dr. theol. promoviert wurde. Seine Dissertation über „Das Beichtsiegel in seiner geschichtlichen Entwicklung“ erschien 1912 und wurde 1927 in den USA unter dem Titel „A History of the Seal of Confession“ neu herausgegeben, wobei die Normen des neuen Codex Iuris Canonici (CIC) berücksichtigt wurden. Als Lektor des Kirchenrechts an der Ordenshochschule in Paderborn (1908–22) hatte er 1919 bereits zu diesem CIC Stellung genommen in seinem Buch „Das neue Kirchenrecht“ (²1921). Die Generalleitung des Ordens berief ihn 1922 als Professor des Kirchenrechts an das Antonianum in Rom, wo er bis 1930 tätig war und nach Erhebung des Antonianums zum Päpstl. Athenaeum (1933) zum ersten Rektor ernannt wurde. K.s Bedeutung als Kirchenrechtler wird auch daraus ersichtlich, daß er schon 1927 Consultor der S. Congregatio de Sacramentis, 1929 zusätzlich Mitglied der päpstl. Kommission für die Reform der Studien und kath. Universitäten sowie 1936 auch Consultor des S. Congregatio de Seminariis et studiorum Universitatibus wurde. Die am 19.6.1931 erschienene Apostolische Konstitution „Deus scientiarum Dominus“ ist nach Aussage des späteren Kardinals Bea maßgeblich sein Werk. Als Professor der Rechtsgeschichte und Methodologie wirkte K. seit 1931 auch am Athenaeum Pontificium S. Apollinare. Er war juristischer Berater vieler Ordensgemeinschaften und gehörte 1933-39 als Generaldefinitor der Leitung des Franziskanerordens an.

  • Werke

    Weitere W u. a. De Methodologia historicoiuridica, 1941, ²1947;
    Hist. Iuris Canonici, Hist. Institutorum, I, 1941, ²1951. -
    Mitarbeiter u. z. T. Mithrsg.: Theologie u. Glaube;
    Franziskan.|Stud.;
    Antonianum, Apollinaris u. Studia et Documenta Historiae et Iuris.

  • Literatur

    L'Osservatore Romano Nr. 258 v. 5.11.1941;
    Acta Ordinis Fratrum Minorum 60, 1941, S. 226 f.;
    Antonianum 17, 1942, S. 90-93 (W);
    Sanctificatio nostra 13, 1942, S. 66 f.;
    N. Hilling, in: Archiv f. Kath. Kirchenrecht 122, 1942/43, S. 96 ff.;
    E. Kurten, Unsere Toten III, S. 98 (P);
    Kath. Dtld.

  • Autor/in

    Edmund Kurten OFM
  • Zitierweise

    Kurten OFM, Edmund, "Kurtscheid, Bertrand" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 326-327 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137794320.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA