Lebensdaten
1647 – nach 1683
Geburtsort
Tiefurt bei Weimar
Sterbeort
vermutlich in Brabant
Beruf/Funktion
Komponist ; Dichter
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 123930413 | OGND | VIAF: 42757919
Namensvarianten
  • Bleyer, Georg
  • Bleyer, George
  • Bleyer, Georgius

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Zitierweise

Bleyer, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd123930413.html [17.08.2022].

CC0

  • Genealogie

    V Georg, Pfarrer in Tiefurt;
    M Susanna, verwitwete Hövart.

  • Biographie

    B. besuchte wahrscheinlich die Thomasschule zu Leipzig und ab 1664 die Universität Jena. Er ist hier vermutlich Schüler von Adam Drese gewesen. Ab 1666, nach kurzem Studienwechsel nach Leipzig, wurde er zum Gräflich Schwarzburgischen Kammerschreiber verpflichtet. Vergebliche Bewerbungen um die Kapelldirektion in Rudolstadt lösten für B. unangenehme Kontroversen, mit wiederholter Entlassung und Neueinstellung, schließlich Landesverweisung aus. Dazwischen liegen Studienaufenthalte in Rom, Wien, Dresden und eine gleichfalls vergebliche Bewerbung um das Thomaskantorat. Zuletzt ist B. ab 1678 in Darmstadt und in lauenburgischen Diensten nachweisbar; sein letzter Lebensabschnitt ist bisher in Dunkel gehüllt geblieben. Er ist vor allem mit seinen Suiten-Kompositionen ein früher Mittler der französischen Stilrichtung (Lully), mit eigenwilligen Akzenten. Seine Dichtkunst führte 1672 zur Würde des „Kaiserlich gekrönten Poeten“.

  • Werke

    u. a. Kompositionen: Lust-Music/nach ietziger Frantz. Manier gesetzet (4-5 Stimmen), Leipzig 1670;
    Lust-Music, Anderer Theil. o. J.;
    Nisi Dominus, Kantate (ungedr.);
    Lobe den Herrn, Kantate (ungedr.);
    Herr, wenn ich nur dich habe, Solokantate f. Tenor (ungedr.); Dichtungen:
    Trauergedichte auf d. Gräfinnen v. Schwarzburg, Rudolstadt 1672;
    Ode z. Absterben v. Christiana Magd., Gfn. v. Schwarzburg, ebenda 1672;
    Tugendlob auf Ludaemilia Elis., Gfn. v. Schwarzburg, ebenda 1672.

  • Literatur

    G. Kinkeldey, Vorwort zu DDT XLVI/XLVII, 1914;
    C. Höfer, G. B., 1941 (mit Anhang v. F. Blume: G. B. als Musiker);
    Kosch, Lit.-Lex. I.

  • Autor/in

    Günther Kraft
  • Zitierweise

    Kraft, Günther, "Bleyer, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 301-302 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd123930413.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA