• Leben

    Nach Studium in Köln und Löwen wurde A. in Lüttich zum Priester geweiht, war seit 1569 Pfarrer in Rödingen bei Jülich, seit 1581 Pfarrer und Kanonikus in Sittard und seit 1599 zugleich Landdechant des Dekanates Süsteren (Bistum Roermond). Er verfaßte zahlreiche deutsche und lateinische Streitschriften und bekämpfte auch das Hexenunwesen, letzteres besonders durch seinen „Grundtlichen Bericht, Ob Zauberey die argste und grewlichste sünd auff Erden sey“ (Köln 1597).

  • Werke

    Verz. s. H. Wetzer u. B. Welte, Kirchenlex. I, 21882, S. 353 ff. u. J. Hartzheim (s. L.);
    Wilhelm Bers, Die Schriften des ehemaligen Pfarrers von Rödingen und Sittard, Franz Agricola, in: Annalen d. Hist. Vereins f. d. Niederrhein 129, 1936, S. 116-18 (41 Titel).

  • Literatur

    J. Hartzheim, Bibl. Coloniensis, Köln 1747, S. 79 f.;
    O. R. Redlich, Jülich-Berg. Kirchenpolitik II, 1, 1911, S. 89, 472;
    Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques I, 1912, Sp. 1022;
    NNBW III, S. 14-17;
    LThK.

  • Autor/in

    Robert Haaß
  • Empfohlene Zitierweise

    Haaß, Robert, "Agricola, Franz" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 98 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124623654.html#ndbcontent

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