Lebensdaten
1881 - 1950
Geburtsort
Freiburg (Breisgau)
Sterbeort
Freiburg (Breisgau)
Beruf/Funktion
katholischer Kontroverstheologe ; Katholischer Theologe ; Priester
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118777971 | OGND | VIAF: 18018407
Namensvarianten
  • Krebs, Engelbert
  • Krebs, E.
  • Krebs, Engelbert G.
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Zitierweise

Krebs, Engelbert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118777971.html [24.07.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Eugen (1848–1912), Dr., Bankier u. Stadtrat, S d. Bankiers Jos. Alexander ( 1861, s. Einl.) u. d. Sophie Schaal;
    M Jenny Komp ( 1910) aus Aachen; 9 Geschw., u. a. Eugen Adolf (* 1876, s. Rhdb., P), Bankier, Karl (1880–1914), Maler, Graphiker (s. ThB).

  • Leben

    Neben Theologie studierte K. Philosophie und Geschichte in Freiburg und München; entscheidende Anregungen empfing er von A. Dyroff, H. Finke, Georg von Hertling und O. Rottmanner. Studien an der Vatikanischen Bibliothek in Rom schufen Kontakte mit Denifle und Ehrle. Nach der Priesterweihe 1906 verbrachte er zwei Jahre als Vikar in Oberkirch. 1908-10 folgten Studien in Rom (Campo Santo), wo er dem Kreis F. J. Dölgers zugehörte. Schon 1903 zum Dr. phil. promoviert, erlangte er 1909 die theologische Doktorwürde in Freiburg und habilitierte sich dort 1911 für Dogmatik. Das NS-Regime hat ihn 1936 vom Lehramt entfernt, 1937 sogar entlassen, 1943 ihm Kanzel, Beichtstuhl und öffentliche Feier der Messe verboten. 1945 rehabilitiert, konnte er einer schweren Erkrankung wegen sein Lehramt nicht wieder antreten und mußte sich 1946 emeritieren lassen.

    K.s Untersuchungen über Dietrich von Freiberg und Hervaeus Natalis sind grundlegend. Unter dem Einfluß Dölgers wandte er sich der Erforschung des frühen Christentums zu, dessen Abhängigkeit von der Antike und Eigenart er erkennen half. Weiter beschäftigte er sich mit der Mystik, und entsprechend der Freiburger Tradition hielt er aufgeschlossene Dante-Vorlesungen. Angegeregt von der philosophischen Wertlehre, durchdachte er das Dogma auf seine Lebensfunktion in der Bindung an Familie, an die Geschichte der Heimat, in den Problemen, die die Erschütterung des 1. Weltkriegs und die folgenden Jahre besonders an karitativen Verpflichtungen geschaffen hatte. Für den Fall Joseph Wittig (1923) zeigte er merkwürdig geringes Verständnis. Möglichkeiten einer Begegnung mit östlichen Vorstellungen auf einer Weltreise griff er freudig auf. Er hat sich früh für die Studentinnenseelsorge eingesetzt und war in seiner verbindlichen, fröhlichen, fast schalkhaften Art der viel gesuchte aufrichtende Seelenführer.

  • Werke

    u. a. Meister Dietrich, 1906;
    Der Logos als Heiland im 1. Jh., 1910;
    Theol. u. Wiss. n. d. Lehre d. Hochscholastik an Hand d. ungedr. Defensa doctrinae divi Thomae d. Hervaeus Natalis OP, 1912;
    Was kein Auge gesehen, 1918,| 141940;
    Dogma u. Leben, 2 Bde., 1921/25;
    Das Kennzeichen s. Jünger, 1921;
    Grundfragen d. christl. Mystik, 1921;
    Um d. Erde, Eine Pilgerfahrt, 1928;
    Jos. Wittigs Weg aus d. kirchl. Gemeinschaft, in: Kath. Gedanke 1, 1928;
    Sankt Augustin, der Mensch u. Kirchenlehrer, 1930;
    Theotokos, 1931;
    Vom Wesen d. Autorität im Lichte d. christl. Glaubens, 1933;
    Jesuit. Geist u. dt. Geist, 1934. |

  • Nachlaß

    Nachlaß im Dogmat. Seminar d. Univ. Freiburg/Br.; hs. Verz. d. Schrr. v. K. selbst aufgestellt, enthält üb. 300 Nrr.

  • Literatur

    F. Stegmüller, in: Oberrhein. Pastoralblatt 52, 1951, S. 10-19;
    J. Holler, in: Schauinsland 70, 1951 f., S. 120 f.;
    L. Bopp, in: Freiburger Diözesanarchiv 71, 1951, S. 260-65.

  • Autor/in

    Wolfgang Müller
  • Empfohlene Zitierweise

    Müller, Wolfgang, "Krebs, Engelbert" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1980), S. 726-727 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118777971.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA