Lebensdaten
1748 bis 1818
Geburtsort
Gairing (Komitat Preßburg)
Sterbeort
Tyrnau (Komitat Preßburg)
Beruf/Funktion
katholischer Theologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137745931 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kramer, Franz
  • Krammer, Franz
  • Kramer, Franz

Orte

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Zitierweise

Krammer, Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137745931.html [17.07.2019].

CC0

  • Leben

    K. studierte seit 1768 als Kleriker der Erzdiözese Gran in Preßburg, Tyrnau und Wien Philosophie und Theologie und erlangte in beiden Fächern den Doktorgrad. 1776 wurde er zum Priester geweiht und zum Kaplan in Buda-Ujlak (Ofen), dann noch im selben Jahr zum Vizerektor des ungarischen Priesterseminars in Wien, des „Pazmaneum“, ernannt. Seit 1777 war er Professor der Kirchengeschichte im Raaber Priesterseminar, seit 1781 Professor der Dogmatik an der Katholisch-Theologische Fakultät der von Tyrnau nach Ofen (Budapest) verlegten Universität. 1795 mußte er seine Lehrtätigkeit wegen Krankheit aufgeben. Er wurde Mitglied des Preßburger Kollegiatkapitels, 1796 ebenda Stadtpfarrer und Titularpropst von Titel. 1802 erhielt er ein Kanonikat im Graner Domkapital und wurde 1803 Rektor des „Pazmaneums“ in Wien, 1806 Rektor des Priesterseminars in Tyrnau, 1808 Archidiakon von Neutra, 1817 Titularpropst von Sankt Stephan und 1818 Titularpropst von Sankt Georg. – In seinen wissenschaftlichen Studien setzte sich K. besonders mit der Lehre von der alleinseligmachenden Kirche derart gründlich und erfolgreich auseinander, daß seine Ausführungen ihre Popularität und Aktualität lange Zeit behielten. Deshalb gab noch 1851-57 A. J. Binterim zusammen mit J. Deby die letzten sechs Werke K.s mit Zusätzen in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Von der alleinseligmachenden katholischen Kirche und von dem Ursprunge der neumodischen Katholicität“ heraus.

  • Werke

    Institutiones Hist. Litterariae Theologiae, 2 Bde., 1783-85;
    Institutiones Hist. Litterariae Theologiae Dogmaticae, 1787;
    Examen Schediasmatis, cui titulus: Sola salvifica ad Trutinam rationis et revelationis expensa, 1791, 21823;
    Declaratio authoris Schediasmatis, 1791, 21823;
    Fragmentum Isagogicum de religione et de ecclesia catholica sola salvifica, Fragmentum II-VI, 1814-18.

  • Literatur

    ADB 17;
    K. Lányi, A Magyar catholicus Clerus érdemeinek törtéenetigazolta emléke (Geschichtl. Verdienste d. ungar. kath. Klerus) II, 1848, S. 31;
    K. Rimely, Hist. Collegii Pazmaniani, 1865, S. 330, 352;
    ders., Capitulum insignis Ecclesiae Collegiatae Posoniensis, 1880, S. 284;
    I. Nagy, Magyarország Családai (Ungar. Geschl.) VI, 1865, S. 461;
    A. Zelliger, Egyházi irók csarnoka (Slg. kirchl. Schriftst.), 1897, S. 269;
    F. Kollányi, Esztergomi kanonokok 1100-1900 (Graner Domherren), 1900, S. 410 f.;
    Wurzbach 13 (W, L);
    Kosch, Kath. Dtld.;
    ÖBL.

  • Autor/in

    Gabriel Adríanyi
  • Empfohlene Zitierweise

    Adrianyi, Gabriel, "Krammer, Franz" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 670 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137745931.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Krammer: Franz K., katholischer Theologe, geb. 1744 zu Gajar im Preßburger Comitate, am 22. Oct. 1818. K. machte seine theologischen Studien in Wien, wurde 1771 Professor der Kirchengeschichte in Raab, 1781 Professor der Dogmatik und Patristik in Ofen, später in Preßburg, 1796 Domherr und Stadtpfarrer in Preßburg, 1802 Domherr in Gran. Er veröffentlichte „Institutionss historiae literariae theologiae“, 3 Theile 1783—87, dann gegen eine 1791 in Ungarn verbreitete Schrift „Schediasma de sola salvifica ad trutinam rationis et revelationis expensa“, — eine scharfe Bekämpfung des Satzes, daß die katholische Kirche die alleinseligmachende sei, — zunächst ein „Examen schediasmatis de sola salvifica“ in 2 Heften, 1791, dann bis 1818 in 6 Abtheilungen eine ausführlichere, gelehrte, aber confuse und in schlechtem Latein geschriebene Widerlegung unter dem Titel: „Fragmenta historico-dogmatica de christiani solius salvifici dogmatis fundamento“, wovon 1857 J. A. Binterim und I. Deby eine mit Zusätzen vermehrte deutsche Uebersetzung unter dem Titel „Von der alleinseligmachenden Kirche“ in 4 Theilen Herausgaben.

    • Literatur

      Wurzbach, Biogr. Lex. XIII, 126. Mastiaux, Litt.-Ztg. 1820, Nr. 55. Tübinger Theol. Quartalschr. 1857, 460.

  • Autor/in

    Reusch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Reusch, Heinrich, "Krammer, Franz" in: Allgemeine Deutsche Biographie 17 (1883), S. 30 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137745931.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA