Lebensdaten
1826 bis 1907
Geburtsort
Mitau
Sterbeort
Mitau
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe ; Ethnologe ; Philologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118663089 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bielenstein, August Johann Gottfried
  • Bielenstein, August
  • Bielenstein, August Johann Gottfried

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Bielenstein, August, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118663089.html [11.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Andreas Gottfried (1782–1851), Pastor zu Neu-Autz und Kerklingen, Schüler Johann Friedrichs Herbarts, S des Johann Jakob, Schneidermeister in Göttingen, und der Dorothea Christine Albrecht;
    M Emilie (1804–1874), T des Wilhelm Moritz von Kleebeck, aus kurländischen „Stammadel“, und der Helene von Ruckteschell;
    1854 Ernestine (1833–1919), T des Hermann von Bordelius, aus ursprünglich französischer Juristen-, dann Pastorenfamilie, und der Louise Eleonore von Keyserlingk;
    K führten in Einzelarbeiten das Werk des Vaters fort, 6 S, u. a. Emil (1858–1944), Hans (1863–1919), und Walter (* 1872), Geistliche und Schriftsteller, Siegfried (1869–1949), Maler, einer der Hauptvertreter des deutschbaltischen Impressionismus, Bernhard (* 1877), Architekt;
    2 T, u. a. Marta (1861–1938), Schriftstellerin (Die altlettische Färbemethoden, Riga 1937) und Graphikerin.

  • Leben

    Nach Besuch des Alumnats Schulpforta und der Universität Dorpat (1849 goldene Preismedaille und D. theol.) wurde B. schließlich 1867 deutscher Pastor zu Doblen (Kurland) 1883 erhielt er den Dr. phil. h. c. in Königsberg und wurde korrespondierendes bzw. Ehrenmitglied zahlreicher Akademien und wissenschaftlicher Gesellschaften. Vor allem seine philologischen und ethnographischen Arbeiten, die ersten wissenschaftlich exakten Werke über die Sprache der Letten, grundlegende Arbeiten über Volkstum und Ausbreitung desselben, brachten ihm europäischen Ruf. Sein Pastorat in Doblen wurde zu einem Mittelpunkt deutschbaltischen Geisteslebens.

  • Werke

    Die lett. Sprache nach ihren Lauten u. Formen, 2 Bde., 1863/64;
    Lett. Grammatik, Mitau 1863;
    Die Elemente d. lett. Sprache, ebenda 1866;
    1000 lett. Rätsel, ebenda 1881;
    Die Grenzen d. lett. Volksstammes u. d. lett. Sprache in d. Gegenwart u. im 13. Jh. (mit Atlas), St. Petersburg 1892;
    Ein glückl. Leben (Selbstbiogr.), Riga 1904 (P);
    Die Holzbauten u. Holzgeräte d. Letten, 2 Bde., ebenda 1907/18.

  • Literatur

    R. Auning, in: SB d. Ges. f. Gesch. d. Ostseeprovinzen, Riga 1907;
    Th. Kallmeyer u. G. Otto, Die ev. Kirchen u. Prediger Kurlands, ebenda 1910, S. 253-57 (W-Verz.).

  • Portraits

    Bronzeplakette v. Siegfr. B.

  • Autor/in

    Heinz Mattiesen
  • Empfohlene Zitierweise

    Mattiesen, Heinz, "Bielenstein, August" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 226-227 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118663089.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA