Lebensdaten
1884 bis 1955
Geburtsort
Kloster Veßra bei Schleusingen (Thüringen)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Meteorologe
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 13955081X | OGND | VIAF: 101278147
Namensvarianten
  • König, Willi
  • König, Willi
  • Cönig, Willi

Orte

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Zitierweise

König, Willi, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13955081X.html [07.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich Carl, Volksschullehrer;
    M N. N.;
    N. N.;
    2 S.

  • Leben

    K. begann 1903 in Marburg das Studium der Geographie und Physik und setzte es 1905 in Leipzig, 1906 in Berlin fort. Dort widmete er sich bei G. Hellmann speziell der Meteorologie und wurde 1909 mit der Arbeit „Untersuchungen über den trockenen und heißen Sommer des Jahres 1904“ promoviert. 1910 trat er als außerordentlicher wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in das preußische Meteorologische Institut ein und war dort bis zu seinem Wechsel nach Hamburg (1934/35) tätig. Er untersuchte damals besondere Wetterereignisse mit Hilfe der bereits in seiner Dissertation angewandten „synoptischen Methoden“. Nach dem 1. Weltkrieg, in dem er Pionier war, setzte er seit 1919 seine Arbeiten über die zu Gewittern führenden charakteristischen Wetterlagen fort und führte dann unter Anwendung der von V. Bjerknes entwickelten Frontentheorie ein neues Verfahren zur Erarbeitung der täglichen Wetterprognose in die Wettervorhersage ein. Nach Übernahme (1923) der Leitung der neu in das Meteorologische Institut eingegliederten Wetterdienststelle, deren Aufgabe die Wettervorhersage war, wurde K. 1927 zum Abteilungsvorsteher und Professor am Preußischen Meteorologischen Institut und später zum Honorarprofessor (1931–35) für Meteorologie an der Berliner Universität ernannt. In dieser Zeit entstanden einige für die synoptische Arbeitsweise bei der Wetterprognose richtungweisende Aufsätze. 1933 wurde der gesamte Norddeutsche Wetterdienst dem Institut unterstellt und K. die Leitung dieser weitverzweigten Einrichtung übertragen. Bald danach führte er die dreidimensionale Betrachtung der atmosphärischen Vorgänge in die Wettervorhersage ein. 1935 ging K. als Oberregierungsrat an die Deutsche Seewarte in Hamburg und übernahm dort die Leitung der Meteorologischen Abteilung. Er wechselte 1936 an die TH Dresden und war seit 1938|als Chefmeteorologe in München tätig. 1940 übertrug man ihm die Leitung der Wetterdienstschule in Berlin, an der man Wetterdiensttechniker ausbildete und Naturwissenschaftler verwandter Fachgebiete zu Meteorologen umschulte. 1946 wurde K. zum Professor mit Lehrauftrag an der Universität Berlin (seit 1953 Professor mit vollem Lehrauftrag) ernannt; er erhielt gleichzeitig den Auftrag, am Meteorologischen Zentralobservatorium in Potsdam eine Abteilung für Wetterforschung aufzubauen. Seit 1950 leitete er dieses Observatorium, seit 1953 wirkte er zudem als stellvertretender Direktor des Meteorologischen Dienstes der DDR. Damals galt sein besonderes Interesse der Erforschung quasistationär gewordener sogenannter Kaltlufttropfen in der Atmosphäre. 1950 veröffentlichte er ein großangelegtes „Verzeichnis der in der Fachliteratur behandelten Wetterereignisse Deutschlands im Zeitraum 1901-1940“ und das „Verzeichnis zusammenfassender Arbeiten über Wetter und Witterung in Deutschland“.

  • Werke

    Weitere W u. a. Über Gewittervorhersage in Norddtld., 1919;
    Über d. Niederschläge d. Vb-Depressionen, 1926, 1928;
    Grundzüge der Meteorologie 1927, 21953. - Schriftleiter:
    Zs. f. Meteorol., 1950-53.

  • Literatur

    Zs. f. Meteorol. 9, 1955, S. 321;
    E. Pelzl, ebd. 11, 1957, S. 100-04 (W, P);
    Pogg. VII a.

  • Autor/in

    Erwin Pelzl
  • Empfohlene Zitierweise

    Pelzl, Erwin, "König, Willi" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 351 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13955081X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA