Lebensdaten
1825 bis 1891
Geburtsort
Bork bei Cappenberg (Westfalen)
Sterbeort
Beeck/Niederrhein
Beruf/Funktion
Bierbrauer
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136127363 | OGND | VIAF: 80524635
Namensvarianten
  • König, Theodor
  • König, Theodor
  • Cönig, Theodor

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Zitierweise

König, Theodor, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136127363.html [03.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Theodor Schulze-König gen. Dahlkamp (1795–1832), Landwirt in Bork;
    M Theresia Borgert gen. Köhling (1793–1869) aus Heeßen b. Hamm;
    1) 1858 Katharina Hövelmann (1838–73) aus Hamborn, 2) Anselma Disch (1833–1906);
    4 S aus 1), u. a. Leo (1860–1943), Hermann (1862–1945), 1 T aus 2);
    E Max (* 1894), Richard (1897–1976);
    Ur-E Leo (* 1924), Renate (* 1928), alle Leiter d. König-Brauerei.

  • Leben

    K. wuchs auf dem Hof seines wohlhabenden Vaters auf. Nachdem er einige Jahre in der Landwirtschaft gearbeitet hatte, beschloß er, das Brauhandwerk zu erlernen und trat 1850 eine längere Wanderschaft an, die ihn unter anderem nach Bayern und Österreich führte und auf der er in den damals bedeutenden Brauereien Erfahrungen sammelte. Um 1855 kehrte er zurück und nahm eine Stellung in einer kleinen Hausbrauerei in der Gemeinde Beeck am Niederrhein an. Bald beschloß er, sich selbständig zu machen und richtete ein Konzessionsgesuch zur Errichtung einer Brauerei und Mälzerei an die Regierung in Düsseldorf, das im September 1858 genehmigt wurde. Die Firma wurde als „Bairische Bierbrauerei Theodor König, Beeck bei Ruhrort“ ins Handelsregister eingetragen, ein Hinweis darauf, daß K. plante, sein Bier nicht nach der damals am Niederrhein vorherrschenden obergärigen, sondern nach der vor allem in Bayern verbreiteten untergärigen Brauweise herzustellen. Ende 1858 konnte er das erste Bier – zunächst nur in einer brauereieigenen Gaststätte und im näheren Umkreis – verkaufen. Der Ausstoß des ersten Jahres betrug rund 200 hl. Schon nach wenigen Jahren belieferte K. auch die wegen der fortschreitenden Industrialisierung der Gegend rasch wachsenden Nachbarorte, zum Beispiel Meiderich, Ruhrort und Hamborn. Der eigentliche Aufstieg des Unternehmens wurde Ende der 1870er Jahre durch den Übergang zu modernen Braumethoden (Verwendung leistungsfähiger Kühlmaschinen, Dampfbetrieb) ermöglicht. 1878 betrug der Bierausstoß 4 600 und in K.s Todesjahr (1891) knapp 15 000 hl.

    Als Nachfolger K.s übernahmen dessen Söhne Leo und Hermann die Leitung der Firma, die zunächst in eine Offene Handelsgesellschaft und dann 1898, als der Jahresausstoß knapp 50 000 hl. erreicht hatte, in eine AG umgewandelt wurde, deren Aktien zwar an der Berliner Börse notiert wurden, jedoch faktisch im Familienbesitz blieben. 1911 wurde das leichter eingebraute, hopfenhaltigere „König-Pilsener“ herausgebracht, das rasch zur bekanntesten Marke der Brauerei wurde und bis heute ihre Spezialität geblieben ist. 1925 übernahmen zwei Enkel K.s die Firmenleitung. In dieser Zeit begann der Vertrieb über den Duisburger Raum hinaus im ganzen Rheinland. 1929 wurden erstmals über 100 000 hl. erzeugt. 1937/38 wurde die AG zunächst in eine GmbH und dann in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt, wodurch der Charakter des Familienunternehmens noch deutlicher wurde. Nach erheblichen Kriegszerstörungen setzte seit etwa 1948 ein steiler Aufstieg ein, der die König-Brauerei zur größten Privatbrauerei der Bundesrepublik werden ließ. Die Leitung der Firma haben seit 1967 Urenkel K.s inne. Im Geschäftsjahr 1977/78 betrug der Bierausstoß 2,3 Millionen hl.

  • Literatur

    König-Brauerei Duisburg-Beeck 1858-1958, 1958 (P, auch v. anderen Mitgliedern d. Fam.);
    Hdb. d. Großunternehmen I, 1978. -
    Mitt. d. Firma.

  • Portraits

    2 Ölgem. u. Porträtbüste im Bes. d. Firma.

  • Autor/in

    Hans Jaeger
  • Empfohlene Zitierweise

    Jaeger, Hans, "König, Theodor" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 350 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136127363.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA