Lebensdaten
1850 bis 1936
Geburtsort
Zellerfeld (Harz)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Chirurg ; Militärarzt
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 13818710X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Köhler, Albert

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Zitierweise

Köhler, Albert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13818710X.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Wilhelm (1807–68), Bergfaktor, S d. Obergrubensteigers Georg Heinrich u. d. Juliane Dor. Diener;
    M Lisette (1814–93), T d. Fahrsteigers Heinrich Gottlieb Böhm in Z. u. d. Wilh. Augustine Lips;
    B Gustav (s. 2), Wilhelm (s. 3); -ledig.

  • Leben

    K. studierte am Friedrich-Wilhelms-Institut in Berlin, nahm am Kriege 1870/71 teil, promovierte 1873 an der Berliner Universität und wurde 1875 zum Assistenzarzt befördert. Nach verschiedenen Kommandos kam er 1884 an die Militärärztliche Akademie in Berlin und wurde Assistent von Bardeleben an der Charité. 1895 wurde er dirigierender Arzt der Chirurgischen Nebenabteilung der Charité, die er zu einer Unfallchirurgischen Klinik ausbaute. 1901 habilitierte er sich an der Universität Berlin, nachdem er schon 1893 den Professortitel erhalten hatte. K. wurde 1904 ordentlicher Professor an der Kaiser-Wilhelms-Akademie und 1921 außerordentlicher Professor an der Universität. Er bearbeitete fast alle Gebiete der Chirurgie seiner Zeit. Neben kriegschirurgischen Themen galt sein besonderes Interesse der Unfallchirurgie, auch war er Mitarbeiter an den Virchow-Hirsch’schen Jahresberichten und am Kriegssanitätsbericht. Als Historiograph des preußischen Militärsanitätswesens erwarb er sich besondere Verdienste. K. war vor seinem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst erster Garnisonsarzt von Berlin im Range eines Generalarztes. Seine Hilfsbereitschaft gegen Kollegen und Patienten, wie sein wissenschaftlicher Eifer, auch nach seiner Pensionierung im letzten Kriegsjahr, werden gerühmt. 30 Jahre lang war er Schatzmeister der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.

  • Werke

    u. a. Kriegschirurgen u. Feldärzte, 1899-1904;
    Grundriß e. Gesch. d. Kriegschirurgie, 1901;
    Erste ärztl. Hilfe b. Unfallverletzten, 1909;
    Taschenbuch f. Kriegschirurgie, 1914;
    Staatl. Kriegsinvalidenversorgung, 1916;
    Verz. in: Chirurgen-Kal. 1926.

  • Literatur

    Stahl, in: Mil.arzt 2, 1937, S. 46-48;
    E. Pütter, Erinnerungen an d. Charité Berlin, 1928;
    Pagel;
    Fischer.

  • Portraits

    Phot. (Berlin, Humboldt-Univ., Univ.bibl.).

  • Autor/in

    Manfred Stürzbecher
  • Empfohlene Zitierweise

    Stürzbecher, Manfred, "Köhler, Albert" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 299 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13818710X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA