Lebensdaten
1890 bis 1968
Geburtsort
Neu-Isenburg bei Frankfurt/Main
Sterbeort
Celle
Beruf/Funktion
Zoologe
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 139526242 | OGND | VIAF: 101256212
Namensvarianten
  • Koch, G. Albert
  • Koch, Albert
  • Koch, G. Albert
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Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Koch, Albert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139526242.html [17.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    V August (1864–1944), Oberpräparator am Senckenberg-Mus. in F., S d. Schmiedemeisters August in N.-I. u. d. Katharina Koch;
    M Helene (1865–1948, kath.), T d. Friedrich Simon, Maler u. Lackierer in N.-I., u. d. Catherine Schickedanz;
    B Willi (* 1903), Dr. phil., Kunsthist., Schriftsteller;
    - Hamm 1917 Berta (1886–1973, kath.), T d. Dr. phil. Hermann Vockeradt (1844–1905), Gymnasialdir. in Recklinghausen, u. d. Anna Lenze; kinderlos.

  • Leben

    In Frankfurt aufgewachsen, studierte K. in Marburg (1910–12) und Münster (1912–13) Naturwissenschaften und Mathematik. Schon vor der Promotion (1913) wurde er der 1. Assistent Stempells am Zoologischen Institut in Münster (bis 1922; 1917 Habilitation). Rednergabe und Verhandlungsgeschick, Tatkraft und Organisationstalent ließen den erfolgreichen Hochschullehrer (1927 außerordentlich Professor in Münster; 1927-40 Tierärztliche Hochschule Hannover) nicht nur zum Mittler zwischen Forschung und Praxis werden durch führende Mitarbeit in Fachverbänden (Imker 1923–35, Seidenbauer ab 1933, nach 1945 Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft). Auch als Wissenschaftsorganisator hat er sich als Gründer und Leiter von Forschungsanstalten und in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Bienenforscher bleibende Verdienste erworben: So gründete er 1922 die zoologische Abteilung der Pflanzenschutzanstalt der Landwirtschaftskammer in Münster (1925 selbständige „Versuchs- und Lehranstalt für Bienenzucht“), der er bis 1927 vorstand, gründete 1927 und leitete bis 1938 das „Hannoverischen (Niedersächsischen) Landesinstitut für Bienenforschung“ in Celle und gründete 1935 die „Versuchs- und Forschungsanstalt (1938 Reichsanstalt) für Seidenbau“, die spätere (1942) „Reichsforschungsanstalt (1950 Bundesforschungsanstalt) für Kleintierzucht“ in Celle. Nachhaltige Bedeutung hatte seine Tätigkeit für die Bienenhaltung: Er war in besonderem Maße an der Durchsetzung des Rechtsschutzes für Honig beteiligt und erwirkte die Anerkennung der Imkerei als landwirtschaftlicher Lehrberuf. Um der Bedrohung der Imkerei durch den steigenden Pestizideinsatz zu begegnen, bewirkte er die Beteiligung der deutschen Bieneninstitute an den Prüfungen im Rahmen des amtlichen Zulassungsverfahrens für Pflanzenbehandlungsmittel und veranlaßte 1951 die Verlegung der Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen an seine Anstalt. Nach seiner Pensionierung 1955 war er noch erfolgreich in der Kommunalpolitik der Stadt Celle tätig. Neben Handbuchbeiträgen und einigen Büchern schrieb K. zahlreiche Aufsätze über Insektenphysiologie, Bienenkunde, Seidenbau und Kleintierzucht und wirkte als Herausgeber einiger Fachzeitschriften.

  • Werke

    u. a. Elemente d. Tierphysiol., 1916, 21923 (mit W. Stempell);
    Leitfaden f. zoolog. Bestimmungsübungen, 1922 (mit C. Lowartz);
    Der Honig, 1927 (mit E. Zander);
    Der dt. Honig, 1927.

  • Literatur

    M. Cretschmar, in: Celler Jb. 1954, S. 11-18;
    W. Rauch, ebd. 1968, S. 2 f. (P); J. Evenius, in: Allg. dt. Imkerztg., 1968, Bd. 2, H. 12, S. 422 f. (P)
    ;
    W. Pinsdorf, Btrr. aus d. Inst. f. Pflanzenschutz, Saatgutunterss. u. Bienenkde. d. Landwirtsch.kammer Westfalen-Lippe z. Münster, in: Rhein. Bienenztg., 1974, Bd. 125, S. 4-9, 35-39;
    Festschr. 50 J. Nd.sächs. Landesinst. f. Bienenforschung …, 1977, S. 4 (P), S. 6-8, 20 f.

  • Autor/in

    Hermann Geffcken
  • Empfohlene Zitierweise

    Geffcken, Hermann, "Koch, Albert" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1980), S. 255 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139526242.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA