Lebensdaten
1832 bis 1905
Geburtsort
Preßburg
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Textilindustrieller
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 136054056 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Klinger, Heinrich

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Zitierweise

Klinger, Heinrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136054056.html [16.01.2019].

CC0

  • Genealogie

    V N. N., Trödler;
    M N. N.;
    1860 Charlotte Mauthner;
    2 S, 2 T, u. a. Ernst (1862–1928), Nachf. K.s in d. Unternehmensleitung.

  • Leben

    K. kam 1846 aus seiner Heimatstadt nach Wien und trat dort 1848 in die Firma Josef u. Markus Weiß ein. 1858 gründete er in Wien ein Leinwandgeschäft, und 1866 begann er in Zwittau eine eigene Handweberei einzurichten, die schließlich auch eine Mange und Appretur umfaßte. 1868 wurde eine Faktorei in der Wiener Leopoldstadt und 1869 eine Niederlage in Budapest eröffnet. 1875 begann K., mechanische Webstühle in seinem Betrieb zu verwenden; 1888 eröffnete er ein neues Zweigwerk in Preßburg. Hatte er schon in der Ära der Handweberei zeitweise über 4 000 Stühle in Betrieb gehabt, so beschäftigte er 1898 in seinen Betrieben in Zisleithanien 2 900 und in Ungarn 1 350 Arbeiter. Die Handelsverbindungen des Unternehmens reichten in dieser Zeit bis Ceylon, Burma und Sansibar. – Seit 1874 Mitglied der Wiener Handelskammer, war K. bei der Vorbereitung und Begutachtung mehrerer Gesetze – besonders der Gewerbeordnung von 1883 – beteiligt. Seit 1885 gehörte er dem Vorstand der israelit. Kultusgemeinde in Wien an und war von 1897 bis kurz vor seinem Tode deren Präsident. –|K.s Nachkommen lebten bis 1927 in Wien. Die Klinger-Werke blieben bis 1938 im Familienbesitz, wurden dann „arisiert“, jedoch nach 1945 an K.s Erben zurückgegeben.

  • Literatur

    Wiener High Life, 1905, S. 159, 337;
    Neue Freie Presse v. 13.1. u. 14.1.1905;
    Großindustrie Österreichs IV, 1898, S. 294, 320 ff.

  • Autor/in

    Peter Schmidtbauer
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmidtbauer, Peter, "Klinger, Heinrich" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 89 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136054056.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA