Lebensdaten
1852 - 1926
Geburtsort
Prag
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Bankier
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 129374288 | OGND | VIAF: 50306114
Namensvarianten
  • Klemperer, Gustav (bis 1910)
  • Klemperer Edler von Klemenau, Gustav
  • Klemenau, Gustav Edler von
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Zitierweise

Klemperer von Klemenau, Gustav, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129374288.html [16.05.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Aron Moses Klemperer (1799–1873), Buchhalter d. Kattundruckfabrik v. Hermann Wiener, dann Kaufm. u. Wechselsensal in P.;
    M Henriette Meier (1818–1905) aus D.;
    B Felix (1853–1908), Dir. d. Fa. F. Krupp AG, Grusonwerke b. Magdeburg, dann Vorsitzender im Direktorium d. Berliner Maschinenbau-AG;
    - Olmütz 1875 Charlotte Engelmann (1857–1934);
    3 S, 1 T, u. a. Viktor (s. 2), Herbert (* 1878), Dr.-Ing., Vorstandsvors. d. Berliner Maschinenbau AG vorm. L. Schwartzkopff, Ralph (* 1884), Dr.-Ing., Vorstandsmitglied d. AG f. Cartonnageindustrie, Dresden (beide s. Rhdb., P; Wenzel);
    N Wolfgang (s. 3).

  • Leben

    K. wurde seit 1866 in einem Privatbankhaus ausgebildet und war dann Teilhaber des Bankhauses Robert Thode & Co. in Dresden. 1890 trat er in den Vorstand der Dresdner Bank AG ein, schied 1891 bei Thode aus und war während der folgenden 2 Jahrzehnte zusammen mit Direktor Arnstädt der führende Mann der Dresdner Bank für deren ausgedehntes Geschäft in Sachsen. Seit 1914 gehörte er als stellvertretender Vorsitzender dem Aufsichtsrat der Bank an und übernahm 1925 dessen Vorsitz. – K. hat vor allem für die sächsische Textil- und Maschinenindustrie als langjähriger Finanzberater zahlreicher Unternehmen und Mitglied ihrer Aufsichtsräte Bedeutendes geleistet. Besonders verdient hat er sich um die Entwicklung der Spinnereien in Zwickau, der Wanderer-Werke sowie der Maschinenfabriken Hartmann, Lauchhammer und Döhlen gemacht. Auch die Sächsische Notenbank und die Bodencreditanstalt in Dresden verdanken seiner Mitarbeit wertvolle Impulse. Als Aufsichtsratsmitglied förderte er die Porzellanfabrik Ph. Rosenthal & Co. in Selb. Seine Tätigkeit für den böhmischen Bergbau in der Deutsch-österreichischen Bergwerksgesellschaft und der Gewerkschaft Brucher Kohlenwerke in Teplitz-Schönau brachte ihn in enge Verbindung mit der Wirtschaft der Donaumonarchie. K. war 1899-1918 österreichischer Generalkonsul in Dresden. Auch als Kunstkenner und -Sammler hat er sich einen Namen gemacht.|

  • Auszeichnungen

    GKR.

  • Literatur

    A. Bozi u. O. Sartorius (Hrsg.), Die dt. Wirtsch., 1926 (P).

  • Autor/in

    Franz Lerner
  • Empfohlene Zitierweise

    Lerner, Franz, "Klemperer von Klemenau, Gustav" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1980), S. 35 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129374288.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA