Lebensdaten
1848 bis 1903 oder 1909
Geburtsort
Elberfeld
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Industrieller ; Siemens-Werk-Leiter
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116459905 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Fellinger, Richard Albert
  • Fellinger, Richard
  • Fellinger, Richard Albert

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Zitierweise

Fellinger, Richard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116459905.html [15.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Gustav Rudolf (1810–65), Bes. e. chem. Fabrik in E., S d. Kaufm. Jac. Gerlach F.;
    M Christiane Therese (1812–69), T d. Kaufm. Joh. Abraham Klier;
    Tübingen 1871 Maria Regina (1849–1925), T d. Reinhold Köstlin (1813–56), Prof. d. Rechte, Lyriker u. Erzähler (s. ADB 16), u. d. Josefine Lang (1815–80), Liederkomponistin (s. ADB 51);
    2 S Richard (1872–1952), Dr. iur., Leiter d. Wirtsch.pol. Abt. d. Siemenswerke, Schriftsteller, Robert (1873–1955), Prof., Dr. phil., Leiter d. Zentralstelle f. wiss.-techn. Forschungsaufgaben d. Siemenswerke;
    N Hermann (* 1884), Gen.-Dir. d. Didier-Werke, Reichskommissar f. Devisenerfassung.

  • Leben

    F. studierte Naturwissenschaften in Tübingen, promovierte zum Dr. phil., machte als Freiwilliger den Krieg 1870/71 mit, übernahm erst die väterliche Fabrik und kam 1877 nach deren Auflassung nach Berlin zu Werner Siemens in dessen Privatlabor. Der Eindruck, den dieser von dem jungen Wissenschaftler gewann, war so gut, daß er ihm 1881 die Leitung der 2 Jahre vorher gegründeten Wiener Geschäftsstelle von Siemens & Halske übertrug. Die Eisenbahnsignaltechnik war zunächst die Grundlage des Wiener Geschäfts, das dann auf das elektrische Licht und den Bahnmotor ausgedehnt wurde. Die elektrotechnische Ausstellung von 1883 in Wien brachte F. durch die Praterbahn den ersten großen Erfolg. Die Pariser Weltausstellung 1900 sah ihn als Mitglied der österreichischen Zentralkommission und Vorsitzenden des Komitees der Gruppe Elektrotechnik. Unter seiner Leitung war das Wiener Werk mit einer Belegschaft von 3000 Mann herangewachsen zum bedeutendsten elektrotechnischen Unternehmen in Österreich-Ungarn, dessen Wirkungsbereich den Balkan, das Osmanisch Reich und Ägypten umfaßte. – F. war eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Wiener Gesellschaft geworden. Sein Haus war der Mittelpunkt eines Musikkreises. Durch Clara Schumann kam 1881 Brahms in das Haus F.s und blieb ihm und seiner künstlerisch hoch begabten Frau in herzlicher Freundschaft verbunden. Mehrere Werke Brahms' wurden bei F. erstmalig aufgeführt. Er beriet Brahms in geschäftlichen Fragen und verwaltete seinen Nachlaß. – Baurat.

  • Quellen

    Qu.: Siemens-Archiv, München (P); Fam.-Archiv F., München. – Zu Frau Maria Regina: W u. a. Brahms-Bilder, 21911; Bronzebüste v. Johs. Brahms, 1910 (Mürzzuschlag).

  • Literatur

    Fremdenbl. Wien, v. 14.10.1903;
    Brahms-Briefwechsel VII, hrsg. v. d. Dt. Brahmsges., 1910, u. a. Brahms-L;
    Richard Fellinger, Klänge um Brahms, 1933.

  • Autor/in

    Kurt Busse
  • Empfohlene Zitierweise

    Busse, Kurt, "Fellinger, Richard" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 74 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116459905.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA