Lebensdaten
1797 bis 1844
Geburtsort
Leipzig
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
Musikverleger
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 12081997X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kistner, Karl Friedrich
  • Kistner, Friedrich
  • Kistner, Karl Friedrich
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Zitierweise

Kistner, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12081997X.html [18.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Vitus, Hotelier in L.;
    M N. N.;
    B Julius (1805–68), führte K.s Verlag fort;
    - Amalie Friederike Clementine Karthaus ( 1863);
    1 T.

  • Leben

    Nach kaufmännischer Ausbildung war K. 1822-30 Teilhaber der Seidenwaren-Großhandlung Bergmann & Gerischer, Leipzig. 1831 kaufte er den Musikverlag H. A. Probst, Leipzig, der seit April 1836 nur noch unter seinem Namen firmierte. Das 1823 gegründete Unternehmen (mit eigener Notenstecherei und Druckerei) erweiterte der musikbegeisterte Geschäftsmann mit großem Eifer und führte es zu europäischem Ruf. So gewann er Robert Schumann, Mendelssohn, Ignaz Moscheles, Ferdinand David, Chopin, William Sterndale Bennett, Ferdinand Hiller und Julius Rietz für seinen Verlag. Wegen seiner großen organisatorischen Fähigkeiten berief man ihn 1835 in die Konzert-Direktion des Leipziger Gewandhauses, wo er das Geldwesen und die Organisation der Gewandhauskonzerte übernahm. 1843 wurde er auch Schatzmeister des von Mendelssohn begründeten Leipziger Konservatoriums und „Deputierter aus der Klasse der Musikalienhändler“ beim Buchhändler-Verein in Leipzig. Nach seinem plötzlichen Tode übernahm der jüngere Bruder Julius für die Witwe die Geschäftsführung. Er verkaufte das Unternehmen 1866 an Karl Gurckhaus (1821–84). 1923 wurde der Verlag mit dem von Carl F. W. Siegel ( 1869, siehe Riemann) vereinigt als F. Kistner & C. F. W. Siegel.

  • Literatur

    ADB 16;
    Verz. d. Musikalien-Verlags v. F. K. in Leipzig, 1894, Nachträge 1905, 1907, 1909, 1911 u. 1913;
    R. Linnemann, F. K., 1823-1923, Ein Btr. z. Gesch. d. dt. Musik-Verlages, 1923;
    Ad libitum, Hauszs. d. Fa. F. K., hrsg. v. W, Lott, 1929-31;
    O. E. Deutsch, Musikverlagsnummern, 21961;
    F. Mendelssohn Bartholdy, Briefe, Bd. 1: Briefe an dt. Verleger, 1968;
    H. M. Pleßke, Das Leipziger Musikverlagswesen u. s. Beziehung zu einigen namhaften Komponisten, Diss. Leipzig 1974;
    MGG VII (L);
    Riemann.

  • Autor/in

    Rudolf Elvers
  • Empfohlene Zitierweise

    Elvers, Rudolf, "Kistner, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 690 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12081997X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Kistner: Karl Friedrich K., Musikverleger in Leipzig, war am 3. März 1797 zu Leipzig geboren. Er lernte das Manufacturgeschäft und war eine Zeit lang Theilinhaber eines solchen, bis er im Jahre 1831 das Musikgeschäft von H. A. Probst in Leipzig käuflich erwarb. Als ziemlich fertiger Violinspieler und von jeher ein reges Interesse für Musik bekundend, nahm er sich dieser ihm so sympathischen Branche mit großem Eifer an und brachte das Geschäft bald so weit, daß es eines europäischen Rufes sich erfreute. Seit dem 14. April 1836 trug die Firma seinen eigenen Namen, und er knüpfte Verbindungen mit den damals bedeutendsten lebenden Musikern an, wie Mendelssohn, Chopin, Rob. Schumann, Gade, Bennet u. a., von denen er eine Reihe ihrer Werke in Verlag nahm. Mitten in dieser Thätigkeit starb K. am 21. December 1844 zu Leipzig, geachtet als Geschäftsmann und Kunstfreund, verehrt als Mensch und Familienvater. Sein Sohn Julius führte das Geschäft weiter, bis es 1866 in die Hände von K. Fr. L. Gurckhaus überging.

  • Autor/in

    Rob. Eitner.
  • Empfohlene Zitierweise

    Eitner, Robert, "Kistner, Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 16 (1882), S. 40 unter Kistner, Karl Friedrich [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12081997X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA