Lebensdaten
1737 bis 1799
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Oberweiden (Niederösterreich)
Beruf/Funktion
Benediktiner ; Komponist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 13773896X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kimmerling, Johannes Evangelist
  • Kimmerling, Robert
  • Kimmerling, Johannes Evangelist
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Kimmerling, Robert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13773896X.html [16.07.2019].

CC0

  • Leben

    K. besuchte das Gymnasium des Benediktinerstiftes Melk, wo er auch Unterricht in Gesang, Klavier und Orgel erhielt und bereits 1751 als Komponist einer Festkantate hervortrat. Nach Ablegung der Ordensgelübde (1754) studierte er Theologie in Wien; er wurde dort Kompositions-Schüler von Joseph Haydn und bildete sich durch das Studium der Werke von Graun und C. Ph. E. Bach autodidaktisch fort. Seit 1761 war K. Chorregent an der Stiftskirche zu Melk und Musiklehrer der Klosterzöglinge. Zu seinen Schülern zählen Marian Paradeiser, Cajetan Ansdorfer und Gregor Hauer, angeblich auch Johann Georg Albrechtsberger. Höhepunkte seiner künstlerischen Laufbahn waren zwei Konzerte, die er 1764 in Melk vor Kaiser Franz I., Kronprinz Joseph und Erzherzog Leopold sowie vor Kaiserin Maria Theresia gab, sowie die Aufführung des biblischen Singspiels „Rebekka, die Braut Isaaks“ (1770), das er anläßlich des Aufenthaltes von Marie-Antoinette im Stift komponiert hatte. Die letzten 22 Lebensjahre war K. als Geistlicher in den dem Stift Melk inkorporierten Pfarren Getsdorf (1777), Weikersdorf (seit 1778) und Oberweiden (seit 1781) tätig.

  • Werke

    5 Messen;
    2 Requien;
    30 kleinere Kirchenwerke;
    Lieder;
    Quartette;
    Trios;
    Duette;
    Klavierkompp.

  • Literatur

    Scriptores Ordinis S. Benedicti, qui 1750-1880 fuerunt in imperio Austriaco-Hungarico, 1881, S. 233;
    Ber. üb. den Musikzustand d. löbl. Stiftes Mölk in alter u. neuer Zeit, in: Allg. musikal. Ztg., mit bes. Rücksicht auf d. österr. Kaiserstaat 2, 1818, S. 350 ff.;
    A. Fuchs, Btrr. z. Tonkünstler-Gesch. Österreichs, 2. R. K., aus d. Stifte zu Mölk, in: Allg. Wiener Musikztg. 3, 1843, S. 53;
    F. Dworschak, Joseph Haydn u. Karl Joseph Weber v. Fürnberg, in: Unsere Heimat 5, 1932, S. 202;
    MGG VII (W, L).

  • Autor/in

    Othmar Wessely
  • Empfohlene Zitierweise

    Wessely, Othmar, "Kimmerling, Robert" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 609 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13773896X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA