Lebensdaten
1877 bis 1959
Geburtsort
Stockach (Baden)
Sterbeort
Jena
Beruf/Funktion
Pharmazeut ; Lebensmittelchemiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116119551 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Keller, Oskar
  • Celler, Oskar

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Zitierweise

Keller, Oskar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116119551.html [14.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Wilhelm, Rechnungsrat;
    M Auguste Dachrodt;
    1908 Gertrud, T d. Gymnasialdir. Dr. Rackwitz in Nordhausen;
    2 S, 2 T.

  • Leben

    Nach dem Abitur am Magdeburger Domgymnasium 1896 absolvierte K. eine Apothekerlehre in Halle und bestand das pharmazeutische Vorexamen in Merseburg. Für die damals vorgeschriebene 3jährige Apothekerpraxis ging er nach Bonn, Winterthur und Marburg/Lahn. Im Wintersemester1901 nahm er das pharmazeutische Studium in Halle auf und setzte es in Marburg fort, wo er 1902 das|Staatsexamen, 1903 das Chemiker-Verbandsexamen und die Promotion zum Dr. phil. und 1905 die Hauptprüfung als Nahrungsmittelchemiker ablegte. Unter dem Einfluß von Ernst Schmidt wandte er sich der Alkaloidchemie zu und habilitierte sich 1908 auf diesem Gebiete. 1910 wurde er außerordentlicher Professor am pharmazeutischen Institut in Marburg, 1918 Leiter des Instituts in Jena und Direktor des damit verbundenen thüringischen Nahrungsmitteluntersuchungsamtes, wo er 1923 Ordinarius wurde und bis 1952 wirkte. – K. setzte sich für die Modernisierung der wissenschaftlichen Apotheker-Ausbildung ein und publizierte pharmazeutisch-chemische wissenschaftliche Untersuchungen, vor allem auf dem Gebiet der analytischen Arzneimittel- und Nahrungsmittelprüfung, besonders der alkaloidhaltigen Präparate. Das von W. Autenrieth begründete Lehrbuch „Quantitative chemische Analyse“ gab er in der 6.-10. Auflage (1939–59) als „Autenrieth-Keller“ heraus. In H. Thoms' „Handbuch der praktischen und wissenschaftlichen Pharmazie“ (1924-31) bearbeitete er in Band III, 1. Hälfte, 7 Kapitel über Nahrungs- und Genußmittel. 1947-49 gab er allein, 1950-52 zusammen mit W. Poethke die von H. Hager 1859 begründete Zeitschrift „Pharmazeutische Zentralhalle“ heraus.|

  • Auszeichnungen

    Dr. med. h. c. (Jena 1952), Mitgl. d. Leopoldina (1952).

  • Literatur

    H. Wojahn, in: Pharmazeut. Zentralhalle 86, 1947, S. 94-96 (W-Verz., P);
    Süddt. Apotheker-Ztg. 87, 1947, S. 198 (W-Verz., P);
    F. Gittner, in: Die Pharmazie 7, 1952, S. 463 f. (P);
    Pogg. VI, VII a.

  • Autor/in

    Erika Hickel
  • Empfohlene Zitierweise

    Hickel, Erika, "Keller, Oskar" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 463-464 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116119551.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA