Lebensdaten
1872 bis 1963
Geburtsort
Rüdlingen (Kanton Schaffhausen)
Sterbeort
Los Angeles (USA)
Beruf/Funktion
reformierter Theologe
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 119453509 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Keller, Adolf
  • Keller, Adolphe, Theologe
  • Xenos
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Zitierweise

Keller, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119453509.html [23.05.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus Ratsfam. in Schaffhausen;
    V Georg (1841–1917), S d. Heinrich u. d. Rosina Röschli;
    M Margaretha Buchter (1847–1929);
    Tina, T d. Konrad Jenny in Glarus u. d. Tina Jenny;
    2 S, 3 T.

  • Leben

    Nach Studium der Theologie in Basel, Berlin und Genf (Ordination 1896), wurde K. Pfarrer in Kairo, 1899 in Burg bei Stein am Rhein (Kanton Schaffhausen), 1904 an der deutschsprachigen Gemeinde Genf und 1909 an Sankt Peter in Zürich wo er bis 1924 blieb. K.s Wirken galt der Vertiefung kirchlicher Zusammenarbeit zwischen Europa und Amerika. Er gehörte von Anfang an zum internationalen Kreis der Förderer der Ökumene, dazu aufs beste durch weltweite Beziehungen ausgerüstet. Zahlreiche kirchliche Institutionen und Hilfsaktionen nach dem 1. Weltkrieg nahmen seine Dienste als Berater oder Leiter in Anspruch. Dem 1920 gegründeten Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund stand er 1920-41 als deutschsprachiger Sekretär zur Verfügung. 1924 wurde ihm die Leitung der Europäischen Zentralstelle für kirchliche Hilfsaktionen in Zürich anvertraut. Seit 1928 stand er dem von ihm ins Leben gerufenen Internationalen Sozialwissenschaftlichen Institut in Genf vor. Seiner Initiative verdankt das Ökumenische Institut in Bossey bei Genf die Entstehung. Die Konferenzen von Stockholm 1925 (Praktisches Christentum), Lausanne 1927 (Faith and Order) und Amsterdam 1948 (1. Weltkirchenkonferenz) zählten K. zu den maßgebenden Mitarbeitern. Vom Liberalismus herkommend, verarbeitete er die neuen theologischen Strömungen im Sinne einer ökumenischen Theologie. In Zürich und Genf lehrte er vergleichende Kirchenkunde. Die letzten Jahre lebte er in Los Angeles.|

  • Auszeichnungen

    D. theol. (Genf), D. D. (Univ. Yale u. Edinburg).

  • Werke

    u. a. Dynamis, Formen u. Kräfte d. amerikan. Protestantismus, 1922;
    Die Kirchen u. d. Friede, 1927;
    Auf d. Schwelle, 1929 (unter Ps. Xenos);
    Der Weg d. dialekt. Theol. durch d. kirchl. Welt, 1931;
    Church and State on the European Continent, 1936;
    Am Fuße d. Leuchtturms, 1940;
    Christian Europe Today, 1942;
    Amerikan. Christentum heute, 1943. -
    Verz. in: Catalogue des ouvrages … publiés par les Professeurs et Priv. Docents de l'Université de Genève (nachgeführt bis Mai 1949). -
    Hrsg. d. Zs. Stockholm, 1928-31.

  • Literatur

    A. K., Ein Pfadfinder zwischenkirchl. Hilfs- u. Aufbauarb., in: Oekumen. Profile VI/2, 1955;
    R. Rouse u. St. Ch. Neill, Gesch. d. Oekumen. Bewegung 1517-1948, Bd. 2, 1958, passim;
    A. Mobbs, Die ev. Kirchen d. Schweiz im Za. d. Oekumene u. d. zwischenkirchl. Hilfe, 50 J. Kirchenbund 1920–70, 1970 (P);
    RGG;
    Weltkirchenlex., 1960 (P).

  • Autor/in

    Rudolf Pfister
  • Empfohlene Zitierweise

    Pfister, Rudolf, "Keller, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 431 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119453509.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA