Lebensdaten
1752 bis 1818
Geburtsort
Siegmar bei Chemnitz
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
Erfinder mechanischer Musikwerke ; Instrumentenmacher
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 137716400 | OGND | VIAF: 81864504
Namensvarianten
  • Kauffmann, Johann Gottfried
  • Kaufmann, Johann Gottfried
  • Kauffmann, Johann Gottfried
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Zitierweise

Kaufmann, Johann Gottfried, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137716400.html [04.03.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Gottfried, Pfarrgutspächter in S.;
    M Rosina, T d. Strumpfwirkers Winkler in Limbach/Sa.;
    N. N.;
    1 S Friedrich (1785–1866), Erfinder mechan. Musikwerke;
    E Friedrich Theodor (1823–72), Erfinder mechan. Musikwerke.

  • Leben

    Ursprünglich Strumpfwirker, erlernte K. seit 1770 in Dresden das Uhrmacherhandwerk. Dabei mußte er auch mechanische Musikwerke ausbessern, eine Tätigkeit, der er sich seit 1772 in der Hauptsache widmete. Schließlich begann er selbst Apparate zu bauen, welche die Töne der verschiedenen Orchesterinstrumente nachahmen. 1787 gelang es ihm, Flöte und Harfe zu einer „Flötenharfenuhr“ zu vereinigen; die erste kaufte 1789 Kurfürst Friedrich August III., und bald trafen in K.s seit 1772 bestehender Werkstätte auch von anderen europäischen Fürstenhöfen Bestellungen ein. – Seit etwa 1806 arbeitete K. mit seinem Sohn Friedrich zusammen, der ebenfalls eine Uhrmacherausbildung absolviert und daneben musikalische Studien betrieben hatte. Vater und Sohn unternahmen miteinander mehrere Reisen – vor allem nach Frankreich und der Schweiz–, die der Vertiefung ihrer technischen Kenntnisse in der Musikinstrumentenherstellung dienten. 1808 bauten sie gemeinsam das Belloneon, ein Musikwerk mit Pauken und Trompeten; 1810 folgte das Harmonichord, ein Tasteninstrument (Streichklavier), für das C. M. von Weber ein Stück mit Orchesterbegleitung schrieb, und 1811-15 wurde das Chordolaudion herausgebracht. Nach K.s Tod führten Sohn und Enkel die Familientradition fort, entwickelten zahlreiche verbesserte Musikwerke bis hin zum Orchestrion (1851) und richteten in Dresden als Sammlung und Ausstellung ihrer Schöpfungen das „Akustische Kabinett“ ein, das lange Zeit bestand.

  • Literatur

    ADB 15;
    Zs. f. Instrumentenbau 7, 1887, S. 121-24, 133-37;
    H. Gebauer, Die Volkswirtsch. im Kgr. Sachsen II, 1893, S. 377;
    C. Sachs, Hdb. d. Musikinstrumentenkde., 21930;
    Moser;
    Riemann (auch f. Fam.).

  • Autor/in

    Herbert Pönicke
  • Empfohlene Zitierweise

    Pönicke, Herbert, "Kaufmann, Johann Gottfried" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 351 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137716400.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA