Lebensdaten
1901 bis 1963
Geburtsort
Frankfurt/Main
Sterbeort
Baltimore
Beruf/Funktion
Kunsthistoriker
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 125067887 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Katzenellenbogen, Adolf
  • Katzenellenbogen, Adolf Edmund Max
  • Katzenellenbogen, Adolph
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Zitierweise

Katzenellenbogen, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd125067887.html [20.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Albert (1863-n. 1933), Dr. iur., Justizrat, Vorstandsmitgl. d. Mitteldt. Kreditbank in F. u. Berlin (s. Wenzel);
    M Nelly Doctor;
    Ov Adolph (1834–1903), Gründer d. Spiritus-Raffinerien in Krotoschin;
    Vt d. V Ludwig (1877–1944, Schauspielerin Tilla Durieux, 1880–1971), Gen.dir. d. Schultheiß-Patzenhofer-Brauereikonzerns u. d. Ostwerke (s. Rhdb.; Wenzel), Fritz (* 1880), Fabrikbes. in Krotoschin, dann in Berlin (s. Wenzel);
    - 1936 Elisabeth Holzheu;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    Nach einem Studium der Jurisprudenz in Frankfurt und Gießen (1924 Dr. iur.) wandte sich K. seinem eigentlichen Interesse, der Kunstgeschichte, zu. Er studierte bei Erwin Panofsky und Fritz Saxl in Hamburg und wurde dort 1933 mit einer Dissertation über „Die Psychomachie in der Kunst des Mittelalters von den Anfängen bis zum 13. Jahrhundert“ zum Dr. phil. promoviert. In dieser Arbeit zeigt sich bereits K.s Interesse an ikonographischen Problemen und seine genaue Kenntnis der mittelalterlichen Religions- und Kulturgeschichte. 1939 verließ er Deutschland nach längerer Haft in einem Konzentrationslager und floh nach London. Dort veröffentlichte er „Allegories of Virtues and Vices in the Mediaeval Art“ (1939). 1940 wanderte er nach Amerika aus, 1946 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1940-58 lehrte er am Vassar College in Poughkeepsie, N. Y., wo er 1953 zum ordentlichen Professor ernannt wurde. Danach lehrte er bis zu seinem Tode an der Johns Hopkins University in Baltimore. 1963 übernahm K. eine Gastprofessur in Freiburg/Breisgau. Er war Mitglied der Mediaeval Academy of America und der Renaissance Society of America. – K.s Hauptwerk, „The Sculptural Programs of Chartres Cathedral: Christ-Mary-Ecclesia“, brachte ihm 1959 den Charles-Rufus-Morey-Preis für das beste kunstgeschichtliche Buch dieses Jahres ein. In dieser Arbeit setzt K. die Studien Vöges, Mâles und Kidsons über|mittelalterliche Skulpturenprogramme in Frankreich fort, wobei er stilistische und ikonographische Gesichtspunkte verbindet. Auf Grund seiner Kenntnis der theologischen Literatur, der liturgischen Texte, zeitgenössischer Schriften und der politischen Ereignisse kommt er zu einer neuen Deutung der neun Portale, deren ikonographisches Programm er aus dem theologischen und philosophischen Denken der Schule von Chartres interpretiert.

  • Werke

    Weitere W u. a. The central Tympanum at Vézélay, its encyclopedic meaning and its relation to the first Crusade, in: The Art Bulletin 26, 1944, S. 141-51;
    The Sarcophagus in San Ambrogio and San Ambrosio, ebd. 29, 1947, S. 249-59;
    The Separation of the Apostles, in: Gazette des Beaux Arts 35, 1949, S. 81-98;
    The Prophets on the West Fassade of the Cathedral of Amiens, ebd. 40, 1952, S. 241-60;
    Tympanum and Archivolts on the Portal of S. Honoré at Amiens, in: Essays in honor of Erwin Panofsky, 1961, S. 280-90.

  • Literatur

    Art Journal 23-24, 1963-65, S. 347;
    Kürschner, Gel.-Kal. 1966.

  • Autor/in

    Eva-Suzanne Bayer-Klötzer
  • Empfohlene Zitierweise

    Bayer-Klötzer, Eva-Suzanne, "Katzenellenbogen, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 335 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd125067887.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA