Bern

Lebensdaten
erwähnt 999, gestorben 1048
Beruf/Funktion
Abt der Reichenau ; Musiker ; Musikschriftsteller ; Abt ; Schriftsteller ; Musikwissenschaftler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118656473 | OGND | VIAF: 76459493
Namensvarianten

  • Berno
  • Bern
  • Berno
  • Bern, von der Reichenau
  • Berno von Reichenau
  • Berno, Abbas
  • Berno, von Reichenau
  • Bernone, di Reichenau
  • Berno, Augiae Divitis
  • Reichenau, Berno von
  • Bern, von Reichenau
  • Berno, Prumiensis
  • Berno, Sangallensis
  • Bernon, de Reichenau
  • Berno, Abt von Reichenau
  • Berno, Augiensis abbas
  • Bernardus, Abt von Reichenau
  • Bern, Abt von Reichenau

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Zitierweise

Bern, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118656473.html [13.01.2026].

CC0

  • Bern

    Abt der Reichenau (seit 1008), 7.6.1048.

  • Biographie

    B. erhielt in Fleury (bis 999) und Prüm seine Ausbildung und stand den Cluniazensern nahe. 1008 wurde er von Heinrich II., den er zur Kaiserkrönung und auf dem dritten Romzug begleitete, zum Abt der Reichenau erhoben. Gleich eifrig um den materiellen und kulturellen Wohlstand des Klosters besorgt, führte er es zu neuer Blüte (Hermann der Lahme, Buchmalerei, Markus-Chor). Nachdem Tode Heinrichs II setzte er sich für den Zusammenhalt Italiens mit dem Reich und die Wahl des jüngeren Konrad ein, verhielt sich aber zu Konrad II. durchaus loyal. Kaiser Heinrich III. widmete er einen Teil seiner Schriften, und mit zahlreichen bedeutenden|Persönlichkeiten seiner Zeit (Aribo von Mainz, Pilgrim von Köln, Gero von Magdeburg, Wazo von Lüttich, Stephan der Heilige von Ungarn) stand er in Beziehung. Seine vielseitigen Interessen erstreckten sich auf Musik (Tonarius, De consona tonorum varietate, Kompositionen verschiedener Offizien und Hymnen), Liturgie (Liber qualiter adventus celebretur, Dialogus qualiter quatuor temporum ieiunia per sua sabbata sunt observanda u. a.) und vor allem gegen Lebensende auf Theologie (De concordia officiorum und mehrere Sermone). Einige Schriften, darunter ein Fürstenspiegel, sind verloren. In allen Werken zeigt sich B. bei reichen literarischen Kenntnissen als durchaus selbständiger Geist.

  • Literatur

    ADB II (unter Berno);
    Migne, PL 142, 1079 ff.;
    K. Beyerle, Die Kultur d. Abtei Reichenau, 2 Bde., 1925;
    Manitius II, S. 61 ff.;
    A. Duch, Eine verlorene Hs. d. Schrr. B.s v. R. in d. Magdeburger Centurien, in: Zs. f. Kirchengesch. 53, 1934, S. 417 bis 435;
    Wattenbach-Holtzmann I, S. 228 f.;
    C. Erdmann, B. v. R. u. Heinr. III., in: F z. polit. Ideenwelt d. Früh-MA, 1951, S. 112-19;
    H. Engel, in Vf.-Lex. d. MA I, Sp. 204 ff.;
    LThK;
    Dictionnaire d’Histoire et de Géographie Ecclésiastiques VIII, 1935, Sp. 861 f. (W).

  • Porträts

    Miniatur (Nat.Bibl. Wien, Cod. lat. Nr. 573, olim Hist. 135, fol. 26).

  • Autor/in

    Franz-Josef Schmale
  • Zitierweise

    Schmale, Franz-Josef, "Bern" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 100 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118656473.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA