Lebensdaten
1707 bis 1751
Geburtsort
Hannover
Sterbeort
London
Beruf/Funktion
Kurprinz von Hannover ; Prince of Wales
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 120667886 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Friedrich von Hannover
  • Friedrich Ludwig
  • Friedrich von Wales
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Zitierweise

Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd120667886.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Georg II. ( 1760), Kf. v. Hannover, Kg. v. Großbritannien;
    M Karoline ( 1737), T d. Mgf. Joh. Frdr. v. Brandenburg-Ansbach (1654–86);
    1736 Augusta (1719–72), die 1758/59 durch Chambers d. Parkanlagen Kew-Gardens anlegen ließ, T d. Hzg. Frdr. II. v. Sachsen-Gotha (1676–1732, s. ADB VIII);
    5 S, 4 T, u. a. Georg III. ( 1820), Kg. v. Hannover u. Großbritannien, Auguste ( 1813, Hzg. Karl II. Wilh. Ferd. v. Braunschw.-Lüneburg, 1806, s. ADB XV), Matilda ( 1775, Kg. Chrstn. VII. v. Dänemark, 1808).

  • Leben

    F. blieb 1714, als sein Großvater Georg I. König von Großbritannien wurde, im Alter von 7 Jahren als einziges Mitglied der königlichen Familie in Hannover. Bei Empfängen und Levers repräsentierte er gelegentlich die Familie des Herrschers. Regierungsfunktionen übte er nicht aus. Georg I. plante, ihn mit seiner Cousine Wilhelmine von Preußen (1731 Markgräfin von Bayreuth) und seine Schwester Amelia mit dem Kronprinzen Friedrich (Friedrich dem Großen) zu vermählen. Nach Georgs Tode (1727) scheiterte dieser Plan der „englischen Doppelhochzeit“ an den beiden Königen (Georg II. und Friedrich Wilhelm I.). F. kam 1728 nach England. Aus persönlichen Gründen trat er in Gegensatz zu seinem Vater und unterstützte die politische Opposition gegen dessen Minister Walpole. 1737 kam es zum offenen Bruch mit dem König, 1742 gelang es der Partei des Prinzen, Walpole zu stürzen, wovon er selbst keinen Nutzen hatte. Georg II. hielt ihn bis zu seinem Tode von allen verantwortlichen Stellen fern. Seine Bedeutung liegt in der Unterstützung der Oppositionspartei, wodurch er zum Mitbegründer der Tory-Partei, der späteren Konservativen, wurde und damit in der Neugründung des Zweiparteiensystems in Großbritannien. Seine Politik wurde nach 1760 von seinem Sohn, Georg III., fortgeführt.

  • Literatur

    ADB VIII; Dt. gedr. Werke üb. F. gibt es nicht. Britische:
    H. Walpole, Memoirs of the last ten Years of the Reign of George the Second from the original Manuscripts, 2 Bde., London 1822;
    P. Etoffe, Free and Impartial Reflexions on the Character, Life, and Death of Frederick, Prince of Wales, in: Miscellanies of the Philobiblian Society VII, ebd. 1862 f.;
    J. Hervey, Memoirs of the Reign of George the Second from his Accession to the Death of Queen Caroline, ed. J. W. Croker, 3 Bde., ebd. 1884;
    H. Curties, A forgotten Prince of Wales, ebd. o.J. (1912);
    H. Imbert-Terry, An unwanted Prince, in: Essays by diverse Hands being the Transactions of the Royal Society of the United Kingdom, New Series XV, ebd. 1936;
    G. Young, Poor Fred, the People's Prince, ebd. 1937;
    A. Edwards, Frederick Louis Prince of Wales, London 1947 (P);
    Internet 20.

  • Portraits

    Gem. v. Ph. Mercier, v. dems. (mit Schwestern), v. B. Dandridge (alle London, The National Portrait Gallery), Abb. b. Edwards, s. L.

  • Autor/in

    Edgar Kalthoff
  • Empfohlene Zitierweise

    Kalthoff, Edgar, "Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 505 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd120667886.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA