Lebensdaten
erwähnt 1748, gestorben 1757
Beruf/Funktion
Spion ; Krimineller
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 137673396 | OGND | VIAF: 81834420
Namensvarianten
  • Käsebier, Christian Andreas
  • Käsebier, Christian Andreas
  • Cäsebier, Christian Andreas

Orte

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Zitierweise

Käsebier, Christian Andreas, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137673396.html [18.06.2021].

CC0

  • Leben

    Käsebier: Christian Andreas K., zu Halle geboren, sollte das Handwerk seines Vaters, welcher Schneider war, erlernen, entlief aber und ward ein berüchtigter Dieb und Einbrecher, dessen Ruf bald dem eines Cartouche und|Jonathan Wild gleichkam. Als er sich 1748 unter falschem Namen in Brandenburg aufhielt, wurde er ergriffen und zu lebenslänglicher Gefangenschaft verurtheilt. Er gab damals sein Alter auf 35 Jahre an. Als König Friedrich II. 1757 Prag belagerte; ließ er den seiner Gewandtheit wegen in den weitesten Kreisen bekannten K. aus Stettin, wo er sich in Haft befand und inzwischen ein gewisses Vertrauen erworben hatte, so daß man ihn zu einer Art von Vorgesetzten seiner Mitsträflinge gemacht hatte, zu sich in das Lager holen und schickte ihn als Spion zwei Tage hintereinander in die Festung. Als er ihm am dritten Tage den gleichen Auftrag gab. äußerte K. Bedenken, weil er zu bekannt zu sein fürchtete. Der König drohte darauf, ihn nach Stettin zurückbringen zu lassen, wenn er nicht ginge. Er gehorchte, kam aber nicht wieder zum Vorschein.

    • Literatur

      Beiträge zur juristischen Litteratur in den preußischen Staaten, 7. Sammlung, S. 256, Berlin 1782. — Charakteristik der wichtigsten Ereignisse des siebenjährigen Krieges. Von einem Zeitgenossen (v. Retzow) I, 108. Berl. 1802.

  • Autor/in

    Poten.
  • Empfohlene Zitierweise

    Poten, Bernhard von, "Käsebier, Christian Andreas" in: Allgemeine Deutsche Biographie 15 (1882), S. 434-435 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137673396.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA