Lebensdaten
1880 bis 1964
Geburtsort
Kiel
Sterbeort
Bösingfeld Kreis Lemgo
Beruf/Funktion
Meteorologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 121101177 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kähler, Karl
  • Kaehler, Karl Friedrich

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Kähler, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd121101177.html [18.02.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Heinrich (1856–1903), Lokomotivheizer, S d. Kätners Claus Detlef in Gr. Flintbek b. Kiel u. d. Margarete Voß;
    M Magdalena Dorothea (1854–1924), T d. Joh. Christian Timmke u. d. Anna Margarete Horn;
    1) Berlin 1911 ( 1940) Elise Böhm (* 1885), 2) Berlin-Charlottenburg 1941 Alma (* 1903), T d. Ziegelmeisters Friedrich Schweppe u. d. Karoline Pauli;
    1 S, 1 T aus 1).

  • Leben

    K. studierte 1899-1901 Mathematik, Physik und Chemie in Kiel, war dann für ein Semester in München und arbeitete 1901-03 im Physikalischen Institut in Kiel, bis er als Schüler von Leonhard Weber 1903 zum Dr. phil. promoviert wurde. Von 1907 bis Kriegsende 1945 war K. im Meteorologisch-Magnetischen Observatorium Potsdam tätig, zunächst als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter, schließlich als Observator (1929) und Professor. 1924 habilitierte er sich an der Univ. Berlin in Meteorologie und wurde 1929 ao. Professor; 1934 wurde K. ohne Änderung seiner Stellung zum Regierungsrat und Leiter des Referats III c (Instrumentenabteilung) im Reichsamt für Wetterdienst ernannt. Nach Gefangenschaft bei Kriegsende (bis Sept. 1945) lebte K. (zeitweilig als Sprachlehrer) zurückgezogen in Bösingfeld.

    K.s nahezu 40jährige Tätigkeit am Observatorium Potsdam war vornehmlich der Luftelektrizität gewidmet. Sie steht damit im Übergang von der für ein Observatorium kennzeichnenden Sammlung möglichst vieler meteorologischer Elemente durch genaue und häufige Beobachtungen und Registrierungen zu einer mehr und mehr verknüpfenden Betrachtungsweise der großräumigen globalen Vorgänge mit den lokalen Störungen. Die Aufklärung konnte mit noch so genauen Messungen an einer Station nicht gelingen, obwohl die Meßanlage selbst während K.s Tätigkeit immer mehr vervollkommnet wurde durch Bau eines halb und schließlich ganz unterirdischen Beobachtungsraumes. So wird K.s wissenschaftliche Tätigkeit von den einen als Musterbeispiel wissenschaftlicher Beobachtungen, von anderen als klimatologisch-statistische Teilstücke der noch nicht erkannten (und noch nicht erkennbaren) Zusammenhänge verstanden.

  • Werke

    Über d. durch Wasserfälle erzeugte Leitfähigkeit d. Luft, 1903 (Diss.);
    Luftelektrizität, 21921;
    Meßmethoden d. Sonnen- u. Himmelsstrahlung, Meßmethoden d. atmosphär. Elektrizität, in: Hdb. d. biolog. Arbeitsmethoden, hrsg. v. E. Abderhalden, Abt. I, T. 2, 1922;
    Elektrizität d. Gewitter, 1924;
    Einführung i. d. atmosphär. Elektrizität, 1929;
    mehrere Btrr. in: Wiss. Abh. d. Reichsamts f. Wetterdienst 1, 1935 f. u. in Hdb. d. meteorolog. Instrumente, hrsg. v. E. Kleinschmidt, 1935;
    Gewitter u. Gewitterelektrizität, in: Sterne 13, 1933, S. 185 f.;
    Wolken u. Gewitter, 1940.

  • Literatur

    K. Schneider-Carius, Wetterkde., Wetterforschung, 1954;
    Pogg. V-VII a.

  • Autor/in

    Fritz Möller
  • Empfohlene Zitierweise

    Möller, Fritz, "Kähler, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 724 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121101177.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA