Lebensdaten
1863 bis 1914
Geburtsort
Stargard (Pommern)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Orthopäde
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 117140546 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Joachimsthal, Georg

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Zitierweise

Joachimsthal, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117140546.html [18.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Julius, Kaufm.;
    M N. N. Wolff;
    Om Julius Wolff (1836–1902), Prof. d. Chirurgie u. Orthopädie in B. (s. BJ VII; BLÄ).

  • Leben

    Nach dem Studium der Medizin an der Berliner Universität, wo er zeitweise als Demonstrator in der Anatomie bei W. Waldeyer tätig war, ließ J. sich 1888 als praktischer Arzt in Berlin nieder. 1890 wurde er, neben seiner Praxis, Assistent an der von seinem Onkel Julius Wolff geleiteten Universitätspoliklinik für orthopädische Chirurgie. 1898 für orthopädische Chirurgie habilitiert, gründete er 1900 eine Privatklinik für dieses Fachgebiet und gab die Allgemeinpraxis auf. 1902 wurde ihm der Professortitel verliehen. Als Nachfolger von A. Hoffa wurde er 1908 ao. Professor und Direktor der orthopädischen Universitätspoliklinik in Berlin. Er übernahm auch die Leitung des Caecilienheims für Knochen- und Gelenktuberkulose. Seit 1907 war er Mitherausgeber der Zeitschrift für orthopädische Chirurgie. J. gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen orthopädischen Gesellschaft und gründete 1910 die Berliner orthopädische Gesellschaft. Allen Gebieten der Orthopädie galt sein wissenschaftliches Interesse. Schon früh erkannte er die Bedeutung der Röntgenstrahlen für sein Fachgebiet. Dem Aufbau der orthopädischen Fürsorge in Berlin wandte er sich tatkräftig zu. In den Jahresberichten der Medizin bearbeitete er die „Erkrankungen des Bewegungssystems“.

  • Werke

    Weitere W u. a. Die angeborenen Verbildungen d. oberen Extremitäten, 1900;
    Die angeborenen Verbildungen d. unteren Extremitäten, 1902;
    Die Univ.poliklinik f. orthopäd. Chirurgie in Berlin, in: Berliner Klin. Wschr. 47, 1910, S. 1899-1901. - Hrsg.: Hdb. d. orthopäd. Chirurgie, 2 Bde., 1905–07.

  • Literatur

    Peltosohn, in: Zs. f. orthopäd. Chirurgie 34, 1914, S. 367-76;
    P. Bade, Die Gesch. d. Dt. Orthopäd. Ges., 1939;
    K. Hoppe, Gesch. d. Berliner Orthopädie, Diss. Humboldt-Univ. Berlin 1949;
    S. E. Kagan, Jewish Medicine, 1952, S. 446;
    O. K. Sperling, Die Gesch. d. Orthopädie an d. Med. Fak. zu Berlin, in: Zs. f. ärztl. Fortbildung 54, 1960, S. 496-502;
    K. Walther, Gedenktage d. Röntgenol., in: Röntgenpraxis 16, 1963, S. 115;
    B. Valentin, Gesch. d. Orthopädie, 1961;
    Pagel;
    DBJ I (Tl., L);
    Fischer.

  • Autor/in

    Manfred Stürzbecher
  • Empfohlene Zitierweise

    Stürzbecher, Manfred, "Joachimsthal, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 442 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117140546.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA