Lebensdaten
1802 - 1882
Geburtsort
Goslar
Sterbeort
Hannover
Beruf/Funktion
Geodät ; Geologe ; Geodät ; Markscheider
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 12894191X | OGND | VIAF: 30602974
Namensvarianten
  • Hunaeus, Georg Christian Konrad
  • Hunaeus, Georg
  • Hunaeus, Georg Christian Konrad
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Zitierweise

Hunaeus, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12894191X.html [25.09.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Ernst (1777–1821), Bergfaktor, S d. Joh. Jacob Adolph, Zehntner beim Bergamt in G., u. d. Sophie Friederike Bornemann;
    M Georgine Dor. (1779–1848), T d. Bergbeamten Joh. Georg Heinr. Koch in G.;
    Vt Hermann (1812–93), hannov. GR, Kriegsbaumeister (s. L);
    - Clausthal 1831 Wilh. Mathilde (1810–88), T d. Hüttenmeisters Erasmus Erytropel in Clausthal u. d. Joh. Dorothee Wagenschieber;
    4 S, 2 T.

  • Leben

    Nach Abschluß der Schulzeit am Progymnasium in Goslar und am Lyzeum in Clausthal besuchte H. zwecks Ausbildung zum Markscheider 1821-23 die Berg- und Forstschule in Clausthal, studierte 1823-25 Mathematik und Naturwissenschaften in Göttingen und wurde nach 6 Jahren praktischer Tätigkeit 1831 zum Markscheider ernannt. Schon 1830 erhielt er Lehraufträge für Mathematik und praktische Geometrie (Vermessungs- und Markscheidekunde) an der Berg- und Forstschule und 1831 für Mathematik am Clausthaler Gymnasium. 1835 ging er als Oberlehrer für Mathematik und Naturwissenschaften an das Gymnasium in Celle und promovierte 1843 in Jena zum Dr. phil. Im gleichen Jahre folgte er einem Ruf der Höheren Gewerbeschule in Hannover, wo er praktische und darstellende Geometrie, seit 1845 außerdem die Geologie (damals Geognosie genannt) zu vertreten hatte. Er erlebte die Entwicklung der Anstalt über die Polytechnische Schule zur Technischen Hochschule (seit 1879) mit. H. wurde 1857 zum Professor und 1880 zum Geh. Regierungsrat ernannt, 1881 79jährig emeritiert.

    Auf seinem Lehrstuhl, den vor ihm zwei hannov. Vermessungsoffiziere innegehabt hatten, war H. der erste Wissenschaftler. Er verfaßte mehrere mathematische und geodätische Lehrbücher. Als Forscher wirkte er vornehmlich auf dem Gebiet der Geologie. 1854 gab er eine geologische Übersichtskarte von Europa heraus. 1856 übertrug ihm die Regierung die systematische Untersuchung auf abbauwürdige Bodenschätze im osthannov. Flachland. Dabei fand er in Wietze Kr. Celle und in Hänigsen Kr. Burgdorf statt der gesuchten Braunkohle ein Rohöl, das flüssiger und reiner war als der Teer aus den bis dahin bekannten Teerkuhlen. H. erkannte die Bedeutung dieses Fundes und gab damit den ersten Anstoß zur Erschließung der niedersächs. Ölfelder.

  • Werke

    Weitere W u. a. Lehrb. d. reinen Elementar-Math., 3 Bde., 1835-37;
    Ellipse u. Hyperbel in ihrer Anwendung auf Dioptrik, 1839;
    Lehrb. d. prakt. Geometrie usw., 1848, 21868;
    Die geometr. Instrumente d. prakt. Geometrie, 1864.

  • Literatur

    P. Trommsdorf, Cat. Professorum, Der Lehrkörper d. TH Hannover, ²1956 (P);
    Hannov. Kurier v. 27.3.1932 (P);
    Pogg. I, III. - Zu Vt Hermann:
    Hannov. Allg. Ztg. V. 10.4.1957.

  • Autor/in

    Walter Großmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Großmann, Walter, "Hunaeus, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 61 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12894191X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA