Lebensdaten
1594 – 1657
Beruf/Funktion
braunschweig-lüneburgischer Großvogt ; Geheimrat ; Politiker ; Geheimer Rat
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 131754688 | OGND | VIAF: 35597464
Namensvarianten
  • Grote, Thomas
  • Grote, Thomas Freiherr
  • Grote, Thomas
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Grote, Thomas Freiherr, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd131754688.html [18.06.2024].

CC0

  • Biographie

    Grote: Thomas G., geboren 1594 den 26. December, zu Celle 1657 den 11. Februar. Er war der Sohn des celleschen Landraths Otto G. auf Brese und der Elisabeth v. Holle; besuchte das Gymnasium zu Halle und studirte 1610—16 in Helmstädt, 1616—18 in Marburg, wo Jacob Lampadius, nachmals herzoglich braunschweigischer Vicekanzler, sein Contubernale war. Auf Vorschlag des Helmstädter Professors Johann Lotichius und des Magisters Barthold Nihus wurde er 1619 in sachsenweimarische Dienste gezogen und begleitete die beiden jüngsten Brüder des regierenden Herzogs Johann Ernst, Friedrich Wilhelm, der schon im August des Jahres starb, und Bernhard, den nachher so berühmten Feldherrn, auf die Universität Jena. G. verblieb bei Herzog Bernhard als Hofmeister, auch nachdem er den Besuch der Akademie rasch wieder aufgegeben hatte, bis er am 25. Juni 1620 Herzog Johann Ernst ins böhmische Lager begleitete. Nach der Schlacht bei Prag kehrte er nach Weimar zurück und nahm sogleich seinen Abschied. Er begab sich auf Reisen, die ihn durch die Niederlande, nach England, Frankreich und Italien führten. 1624 trat er als Geheimer Rath und Hofmeister in die Dienste Herzog August des Jüngern von Braunschweig-Wolfenbüttel, der damals nach der Abtheilung mit seinem Dannenberger Bruder Julius Ernst zu Hitzacker residirte. In den J. 1627—37 stand er in Diensten der Herzöge Alexander und Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg, um dann in seine Heimath zurückzukehren. Hier erhielt er zunächst die Stelle eines Geheimen- und Kammerraths bei Herzog Friedrich zu Celle und 1640 nach dem Tode Georgs von der Wense die eines Großvogts, eine Function, in welcher ihn der Nachfolger Christian Ludwig 1648 bestätigte. Ein von ihm während der Zeit 1640—59 geführtes Tagebuch, dem eine unvollständige Geschichte der früheren Lebensjahre beigegeben ist, gewährt detaillirte Auskunft über die Führung seiner administrativen und politischen Geschäfte. Er war seit 1634 mit Bertha Katharina v. Ahlefeld. Tochter des Obersten Georg v. Ahlefeld ( 1641), verheirathet und erzeugte mit ihr 17 Kinder, von denen ihn 8 überlebten.

    • Literatur

      Auszüge aus dem gedachten Tagebuche sind veröffentlicht von Julius Reichsfreiherrn Grote zu Schauen im Vaterl. Archiv des histor. Vereins für Niedersachsen, Jg. 1834—38. — Christ. Werner (Archidiaconus zu Celle), Leichenpredigt auf Thomas G. Celle 1657. — Röse, Herzog Bernhard, 1, S. 83 ff., S. 331.

  • Autor/in

    F. Frensdorff.
  • Zitierweise

    Frensdorff, Ferdinand, "Grote, Thomas Freiherr" in: Allgemeine Deutsche Biographie 9 (1879), S. 762 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd131754688.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA