Lebensdaten
1819 bis 1906
Geburtsort
Lübeck
Sterbeort
Lübeck
Beruf/Funktion
Bürgtermeister in Lübeck
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135937817 | OGND | VIAF: 80368781
Namensvarianten
  • Behn, Heinrich Theodor
  • Behn, Heinrich
  • Behn, Theodor
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Zitierweise

Behn, Theodor, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135937817.html [12.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Georg Heinrich (1773–1855), Arzt, S des Friedrich Daniel (1733–1804), Rektor des Katharineums in Lübeck, Dichter der Lübecker Abendmusiken, und der Katharina Margarethe Kaeselau;
    M Johanna Elisabeth (1786–1850), T des Weinhändlers Georg Friedrich Stintzing (verwandt mit dem Rechtshistoriker Roderich v. Stintzing, 1825–1883) und der Catharina Elisabeth Haartmann aus Lübecker Patrizierfamilie;
    1846 Margarethe Adele (1827–90), T des Kaufmanns Johannes Christoph Fehling und der Anna Emilie Oppenheimer aus Hamburg; 8 K;
    E Fritz Behn (* 1878), Bildhauer.

  • Leben

    B. promovierte 1841 in Göttingen, bildete sich auf Reisen nach Frankreich, Italien und Griechenland (1841/42) und ließ sich 1842 als Advokat in Lübeck nieder. Hier nahm er alsbald führenden Anteil an den Bestrebungen zur Verfassungserneuerung, die von dem Kreis „Jung-Lübeck“ ausgingen. Grundsätze und Entwurf der 1844-47 vorbereiteten, 1848 ohne revolutionären Umsturz eingeführten Repräsentativverfassung sind weitgehend von ihm beeinflußt. B. wurde 1848 in das neue Parlament, die „Bürgerschaft“, und in den Bürgerausschuß gewählt und leitete beide abwechselnd seit 1851 als Wortführer. Auch auf die weitere Ausgestaltung der inneren Verhältnisse übte er, 1858 in den Senat, seit 1871 sieben Mal zum Bürgermeister erwählt, starken Einfluß aus. Er bewährte sich vor allem als hervorragender Verwaltungs- und sehr vorsichtiger Etatfachmann; lange Jahre hatte er die besonders wichtige Stelle des Ständigen Senatskommissars bei der Bürgerschaft inne. Außenpolitisch trat er wenig hervor; in den Jahren 1863-68 vermochte er sich im Senat mit seiner großdeutsch-konservativen, gegen Preußen und Bismarck sehr mißtrauischen Haltung nicht durchzusetzen. Erst später wurde er Verehrer Bismarcks und vor allem Wilhelms I. Konservativ, ja pedantisch, Typ des Hanseaten alter Schule, ohne viel Sinn für die neuen sozialen Regungen, hat er die innere Entwicklung der Freien Stadt bis zur Jahrhundertwende durch das Gewicht seiner patriarchalischen Persönlichkeit stark beeinflußt. Neben dem „Außenpolitiker“ Th. Curtius war B. der bedeutendste Staatsmann, den der Stadtstaat Lübeck im 19. Jahrhundert hervorgebracht hat.

  • Literatur

    E. F. Fehling. H. Th. B., Bürgermeister d. Freien u. Hansestadt Lübeck, 1906;
    ders., Zur Lübeck. Ratslinie 1814-1914, 1915.

  • Portraits

    Gem. v. J. de Boor (Rathaus Lübeck).

  • Autor/in

    Ahasver von Brandt
  • Empfohlene Zitierweise

    Brandt, Ahasver von, "Behn, Theodor" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 9 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135937817.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA