Lebensdaten
1876 – 1923
Geburtsort
Langenau bei Ulm
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Ingenieur
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 137603541 | OGND | VIAF: 81773724
Namensvarianten
  • Honold, Gottlob

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Zitierweise

Honold, Gottlob, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137603541.html [23.06.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Gottlob (1828–1911), Oberlehrer in L. (s. L), S d. Schulmeisters Jak. Ludw. Frdr. in Sontheim/Brenz u. d. Eva Lindenberger;
    M Mathilde (1841–1906), T d. Gastwirts Lukas Villforth in L. u. d. Elisabetha Koch;
    B Eugen (1862–1906), Berg-Ing., Robert (1872–1953), Prof. f. Turbinenbau a. d. TH Graz;
    - Stuttgart 1902 Martha (1875–1946), T d. Bijoutiers Ernst August Ungerer in Pforzheim u. d. Ernestine Müller;
    2 S, 1 T.

  • Biographie

    Angeregt durch die erste Fernübertragung elektrischer Energie von Lauffen am Neckar zur Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt/Main 1891, wandte sich H. der Elektrotechnik zu. Der Vater vermittelte ihm 1891 eine Lehrstelle bei Robert Bosch in Stuttgart. Nach 3jähriger Lehrzeit war H. ein Jahr lang bei der Firma Hartmann & Braun in Frankfurt/Main tätig und begann 1895 an der TH Stuttgart das Studium des Maschinenbaues und der Elektrotechnik. Danach war er Assistent an der Hochschule, trat aber 1901 bei Robert Bosch als Ingenieur ein. Hier, im Übergang von der handwerklichen Einzel- auf fabrikmäßige Mengen-Fertigung, meisterte er die vielfältigen Aufgaben auf feinmechanischen, elektrotechnischen und organisatorischen Gebieten in so hervorragender Weise, daß er 1917 anläßlich der Umwandlung der Firma Robert Bosch in eine AG zu deren technischem Direktor bestellt wurde. – Zu H.s bemerkenswertesten Schöpfungen gehören der Hochspannungs-Magnetzünder (1901/02), der die Entwicklung des Ottomotors als Fahr- und Flugzeugantrieb entscheidend vorantrieb, und eine den Erfordernissen des Fahrzeugbetriebes angepaßte Lösung für elektrische Stromversorgungs- und Anlasseranlagen (1913/14), die den Durchbruch des Automobils zum allgemeinen Verkehrsmittel beschleunigte und in Verbindung mit leistungsfähigen Scheinwerfern eigener Konstruktion sowie einer neuartigen Hupe, dem Boschhorn (1921), die Verkehrssicherheit des schneller gewordenen Kraftfahrzeuges erhöhte. Als begabter Organisator hat H. bei der Firma Bosch die Präzisions-Mengenfertigung eingeleitet.

  • Werke

    Wie entstand d. Bosch-Lichtbogen-Zündung, in: Werkzs. Bosch-Zünder 3, 1921, H. 2;
    Persönl. Erinnerungen, ebd., H. 9.

  • Literatur

    Th. Heuss, Robert Bosch - Leben u. Leistung, ⁵1946, S. 106 ff., S. 146 ff.;
    C. G. Honold (V), Erinnerungen u. Tatsachen aus d. Leben e. Volksschullehrers (als Ms. gedr.), 1914, S. 122 f.;
    R. Bosch, in: Werkzs. Bosch-Zünder 5, 1923, H. 4 (P);
    O. Debatin, Sie haben mitgeholfen, in: Bosch-Schriftenr., Folge 11, 1963 (P).

  • Autor/in

    Wilhelm Lehr
  • Zitierweise

    Lehr, Wilhelm, "Honold, Gottlob" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 601 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137603541.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA