Lebensdaten
1818 bis 1868
Geburtsort
Bremen
Sterbeort
Bremen
Beruf/Funktion
Kaufmann
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 137628803 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Holler, Hermann

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Zitierweise

Holler, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137628803.html [14.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus einer seit d. 15. Jh. in Bremen ansässigen Kaufmannsfam., die mehrere Ratmänner (Senatoren) u. einen Bürgermeister, Johann (1674–1742), gestellt hat;
    V Melchior (1779–1828), Landwirt, S d. Senators u. Großkaufm. Johann (1745–96) u. d. Metta Almata Weitzel;
    M Justine (1789–1876), T d. Gg. Christoph Albr. Backhaus (1739–1805), Kaufm.;
    Ur-Gvv Melchior (1708–61), Senator;
    - 1) 1844 Adelheid Henr. Wardenburg (1825–46), 2) 1848 Emma Sophie Hegeler (1828–1912);
    1 S aus 1), 1 S, 1 T aus 2).

  • Leben

    Früh vaterlos geworden, wuchs der junge H. in engem Kontakt zur Familie des Bremer Bürgermeisters Johann Smidt auf, mit der ihn verwandtschaftliche Beziehungen verbanden. Finanziellen Rückhalt besaß er nicht, da das einst beträchtliche Familienvermögen nach dem Tode seines Großvaters unter noch nicht geklärten Umständen durch Veruntreuungen des Vormunds verlorengegangen war. 1834 trat H. in die kaufmännische Lehre ein, die ihn bald mit einem zukunftsträchtigen Zweige bremischen Handels, Import und Wiederverkauf von Tabak, in Berührung brachte. Bis 1842 bereiste H. im Auftrage seiner Prinzipale den binnenländischen Absatzmarkt, Mittel- und Süddeutschland bis in die Schweiz. Er tat es mit Geschick und Erfolg, so daß er bereits 1844 Juniorpartner der Firma Stockmeyer und Co. werden konnte und 1847 die eigene Firma Holler und Grote gründete, die bald zu den führenden Tabakhandelshäusern der Stadt zählte. Tabak aus Virginia, Kentucky und Maryland ebenso wie aus Westindien und Brasilien wurde in ständig wachsenden Mengen importiert (nur der Krieg von 1866 hatte vorübergehend Einbußen zur Folge), seit 1865 auch auf eigenen Schiffen. Sein finanzieller Erfolg ermöglichte es H., der Familientradition zu folgen und am kommunalen Leben seiner Vaterstadt aktiven Anteil zu nehmen (1852 Mitglied der Bürgerschaft). Seit Ende 1860 durch ein schweres Lungenleiden gesundheitlich gefährdet, vermochte er im Sommer 1865 noch den Anstoß zu geben zu dem Projekt, mit dem sein Name bis heute verbunden geblieben ist: der Umwandlung der Bürgerweide in den heutigen großen Bürgerpark. Bis zum Tode hat er es mit ganzer Arbeitskraft und auch finanziell gefördert.

  • Literatur

    R. Patemann, J. H. H. 1818-68, in: Brem. Jb. 51, 1969.

  • Portraits

    Phot. (Staatsarchiv Bremen).

  • Autor/in

    Reinhard Patemann
  • Empfohlene Zitierweise

    Patemann, Reinhard, "Holler, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 542 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137628803.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA