Lebensdaten
1912 – 1955
Geburtsort
Frankfurt/Main
Sterbeort
Egersund (Norwegen)
Beruf/Funktion
Mineraloge ; Petrograph ; Geologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116927984 | OGND | VIAF: 10609825
Namensvarianten
  • Hoenes, Dieter
  • Hoenes, Diether

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Zitierweise

Hoenes, Dieter, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116927984.html [04.12.2022].

CC0

  • Genealogie

    V Theodor (1876–1944), Studienprof., S d. Pfarrers Theodor Gottlob u. d. Clementine Mayer;
    M Adele (* 1886), T d. Kaufm. Hugo Erbslöh u. d. Adele Engels;
    Om Adolf Erbslöh (1881–1947), Maler u. Graphiker, Mitbegr. d. „Neuen Künstlervereinigung München“ (s. ThB; Vollmer), Siegfried Erbslöh (1888–1968), Chef d. Geisenheimer Kaolinwerke Erbslöh u. Co.;
    - Berlin 1940 Käthe (* 1904), T d. Oberregierungsbaurats Wilh. Trümpert u. d. Jacquette Meisenzahl.

  • Biographie

    H. verbrachte seine entscheidenden Studienjahre in Freiburg im Breisgau, wo er sich bei H. Schneiderhöhn (Mineralogie), W. Soergel (Geologie) und W. Noddack (Physikalische Chemie) ausbildete. Durch seine Doktorarbeit über Gesteine und Erzlagerstätten im Schwarzwälder Grundgebirge (1937) wurde für seine wichtigsten späteren Arbeiten der Weg gewiesen. Petrographie und Petrogenese des Südschwarzwaldes waren die Gegenstände intensiver, allerdings durch den Krieg für mehrere Jahre unterbrochener Forschung. Ein Gebiet von mehreren hundert Quadratkilometern wurde von H. praktisch neu aufgenommen, angesichts der Verhältnisse während der Kriegs- und Nachkriegszeit eine außergewöhnliche Leistung. Die Aufnahmen ließen ein ganz neues Bild des untersuchten Gebietes hervortreten; die petrologische Interpretation wurde ein namhafter Beitrag zum Problem der Granitisation im weitesten Sinne. Es entstand so eine eindrucksvolle Gesamtschau der sich über lange Zeiträume erstreckenden Entwicklung des schwarzwälder Grundgebirges vom ältesten sedimentären Ausgangsmaterial über wechselvolle Phasen der Metamorphose und Granitbildung bis zu den jüngsten vulkanischen Gesteinen und hydrothermalen Lagerstätten. Einige Teilprobleme, denen H. seine besondere Aufmerksamkeit widmete, sind die Kalifeldspatmetablastese als Begleiterscheinung der Granitisation, die Entstehung der eigenartigen Glimmersyenite und -diorite sowie die Erscheinungen der Assimilation und Syntexis in Graniten. Wertvolle Anregungen für seine Arbeiten flossen H. während seines Aufenthaltes in Heidelberg bei O. H. Erdmannsdörfer und durch die jahrelange fruchtbare Diskussion mit K. R. Mehnert zu, der gleichzeitig das Grundgebirge des Hoch- und mittleren Schwarzwaldes bearbeitete. Nach Assistenten- beziehungsweise Dozentenjahren an der Universität Berlin, wo er sich 1943 habilitierte, und in Kiel, wo er 1947 eine Lehrstuhlvertretung übernahm, ging er 1948 als Dozent nach Freiburg, 1950 als außerordentlicher Professor für Geologie und Mineralogie an die TH Karlsruhe (1953 ordentlicher Professor). Eine vergleichende Betrachtung des Grundgebirges der benachbarten Vogesen wurde 1950 veröffentlicht. Weiteres Hauptwerk H.s ist der Handbuchbeitrag über die mikroskopischen Grundlagen der technischen Gesteinskunde. H. starb auf einer Exkursion in Südnorwegen.

  • Werke

    u. a. Gesteine u. Erzlagerstätten im Schwarzwälder Grundgebirge zw. Schauinsland, Untermünstertal u. Belchen, in: Neues Jb. f. Mineral., Geol. u. Paläontol., Beil.-Bd. 72, Abt. A, 1937;
    Magmat. Tätigkeit, Metamorphose u. Migmatitbildung im Grundgebirge d. südwestl. Schwarzwaldes, ebd. 76, Abt. A, 1940;
    Lagerstätten oolithischer Eisenerze in NW-Frankreich, ebd. 79, A, 1945 (mit W. E. Tröger);
    Petrogenese im Grundgebirge d. südl. Schwarzwaldes, in: Heidelberger Btrr. z. Mineral, u. Petrogr. 1, 1948;
    Der prägranit. Bau d. Gneisgebirges im südl. Schwarzwald u. s. Ableitung aus d. Fremdgesteinsinhalt d. hybriden Granite, ebd. 5, 1956/57;
    Magmat. Entwicklung u. Tiefenstufen im Grundgebirge d. Vogesen u. d. Schwarzwaldes, in: Berr. d. naturforsch. Ges. zu Freiburg i. Br. 39, 1949;
    Mikroskop. Grundlagen d. techn. Gesteinskde., in: Hdb. d. Mikroskopie in d. Technik, hrsg. v. H. Freund, IV, 1, 1955, S. 325-695.

  • Literatur

    W. E. Tröger, in: Heidelberger Btrr. z. Mineral, u. Petrogr. 5, 1956;
    K. R. Mehnurt, in: Gesch. d. Mikroskopie, Leben u. Werk großer Forscher, hrsg. v. H. Freund u. A. Berg, III, 1966, S. 203-11 (vollst. W-Verz., P);
    Pogg. VII a.

  • Autor/in

    Wolfhard Wimmenauer
  • Zitierweise

    Wimmenauer, Wolfhard, "Hoenes, Dieter" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 342-343 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116927984.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA