Lebensdaten
1887 – 1959
Geburtsort
Struthütten Kreis Siegen
Sterbeort
Köln
Beruf/Funktion
Direktor des Deutschen Braunkohlen-Industriellen-Vereins ; Geschäftsführer
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 139935533 | OGND | VIAF: 103260741
Namensvarianten
  • Hirz, Heinrich
  • Hirz, H.

Orte

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Zitierweise

Hirz, Heinrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139935533.html [14.06.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich Wilhelm, Grubenverwalter;
    M Christine Stolz;
    1920 Erna Leonhardt ( 1955);
    1 S, 1 T.

  • Biographie

    H. wandte sich – der Familientradition gemäß – der bergmännischen Laufbahn zu.|Nach einem Jahr praktischer Tätigkeit begann er 1909 das Bergbau-Studium an der Bergakademie Clausthal, 1911/12 studierte er an der Bergakademie Berlin und legte 1914 in Clausthal die Diplom-Hauptprüfung ab. Bald nach Rückkehr von einer kurzen Studienreise nach Deutsch-Südwestafrika wurde er 1914 einberufen und blieb bis zum Ende des 1. Weltkriegs Soldat.

    Dezember 1918-Juli 1920 leitete H. zunächst Schürfarbeiten auf Manganerze bei Brilon und danach Aufschlußarbeiten auf einer Braunkohlentiefbaugrube im Kasseler Revier. Dann nahm er eine Tätigkeit als technischer Sachbearbeiter beim Deutschen Braunkohlen-Industrie-Verein e. V. in Halle (Saale) auf. 1939 erfolgte H.s Berufung zum Geschäftsführer der Bezirksgruppe Mitteldeutscher Braunkohlenbergbau der Wirtschaftsgruppe Bergbau in Halle und zum Geschäftsführenden Vorstandsmitglied des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Vereins ebenda. Die Funktionen in beiden Organisationen behielt er bis zum Ende des 2. Weltkriegs bei. 1941 hatte er in Clausthal mit einer Arbeit über „Möglichkeiten der Leistungssteigerung im Braunkohlentiefbau“ promoviert.

    Von 1945 an fungierte H. als technischer Sachbearbeiter im Fachverband Braunkohle in Halle, bis er 1947 nach Köln überwechselte. Hier wurde er 1948 Geschäftsführender Direktor der Gruppe Braunkohle der Deutschen Kohlenbergbauleitung. Nach Auflösung dieser Organisation bekleidete er die gleiche Funktion im Nachfolgeverband, dem Deutschen Braunkohlen-Industrie-Verein in Köln, bis zu seiner Pensionierung 1956.

    H. war 1921-45 Schriftleiter des technischen Teils der Fachzeitschrift „Braunkohle“, und seiner Initiative ist die Wiederbegründung der Zeitschrift 1949 in Düsseldorf zu verdanken. In diesem Organ fand er eine Möglichkeit, seine Ziele zu verwirklichen: Gegen anfangs oft starken Widerstand von Bergingenieuren und Unternehmern vermochte er eine häufigere Publizierung technischer Neuerungen zu erreichen, so daß eine intensivierte Kommunikation auf breiter Basis die Anlagen im Braunkohlentiefbau auf den jeweils neuesten Stand der Entwicklung brachte. H. selbst hat in zahlreichen Beiträgen in der „Braunkohle“ und durch Vorträge zum heutigen hohen Entwicklungsstand der Braunkohlenindustrie beigetragen.

  • Literatur

    M. Schwann, in: Braunkohle, Wärme u. Energie, Jg. 1957;
    F. Hellberg, in: Revier u. Werk, Zs. f. d. Betriebe d. Rhein. Braunkohlenbergbaus, H. 47, 1959 (P).

  • Autor/in

    Werner Kroker
  • Zitierweise

    Kroker, Werner, "Hirz, Heinrich" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 243-244 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139935533.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA