Lebensdaten
1871 bis 1960
Geburtsort
Hilgen (Emsland)
Sterbeort
Freiburg (Breisgau)
Beruf/Funktion
Kanonist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116813415 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hilling, Nikolaus
  • Hilling, N.
  • Hilling, Nicholas
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Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Hilling, Nikolaus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116813415.html [19.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich Brümmer (1845–1915), Bauer (nahmd. Namen Hilling an, als er mit d. Hoferbin d. Hillinghof bezog);
    M Thekla Hilling (1846–1919);
    B Gerhard, Pfarrer u. Dechant in Lingen/Ems.

  • Leben

    Seine philosophisch-theologischen Studien begann H. in Freiburg (Breisgau). Er ging bald nach Münster und wurde 1895 in Osnabrück zum Priester geweiht. Nach kurzer Tätigkeit als Vikar in Berge kehrte er nach Münster zurück, um seine historischen Studien zu vertiefen (1898 Dr. phil.), widmete sich in Berlin und Freiburg dem Studium der Rechtswissenschaft (1898–1900) und war anschließend 2 Jahre in der Seelsorge tätig (Pfarrverweser in Schwerin, Vikar in Sutthausen und Pfarrverweser in Meppen; 1902 Dr. theol. in Münster und Dr. iur. utr. in Freiburg). Zu den Lehrern H.s gehören unter anderem P. Hinschius, O. von Gierke, F. Heiner, H. Finke und U. Stutz. Nach kirchenrechtsgeschichtlichen Forschungen in Rom (Campo Santo 1903/04) kehrte H. in die Seelsorge zurück, wurde 1904 Vikar an Sankt Johann in Osnabrück und noch im gleichen Jahre Pastor von Georgmarienhütte. 1906 wurde er Professor des Kirchenrechts an der Katholisch-Theologischen Fakultät Bonn, 1918 in Freiburg (1937 emeritiert).

    H. hat sich um die kirchliche Rechtsgeschichte wie um die kirchliche Rechtsdogmatik verdient gemacht. Zahlreiche Untersuchungen sind der Erforschung der Verfassungsgeschichte der Bistümer des alten Sachsenlandes gewidmet, insbesondere den Fragen der Diözesansynoden und der kirchlichen Gerichtsbarkeit. Mit der von Papst Pius X. eingeleiteten Kodifikation des kanonischen Rechtes wandte sich H. rechtsdogmatischen Fragen zu und hat mit seinen monographischen Darstellungen des kirchlichen Verfassungsrechtes, der Allgemeinen Normen, des Eherechtes und des Sachenrechtes wichtige Beiträge zur Durchleuchtung des Codex Iuris Canonici geleistet. Das Schwergewicht seiner Arbeit lag auf der Herausgabe des Archivs für katholisches Kirchenrecht, das er 1913 von Heiner übernommen und bis zu seinem Tode betreut hat. Über die beiden Weltkriege hat er die älteste kirchenrechtliche Fachzeitschrift gerettet und insgesamt 36 Bände herausgebracht, deren Beiträge zum großen Teil von ihm selbst stammen.

  • Literatur

    N. H. z. Gedächtnis, in: Archiv f. kath. Kirchenrecht 129, 1959/60 (W-Verz., P);
    B. Panzram, in: ZSRGK 47, 1961.

  • Autor/in

    Klaus Mörsdorf
  • Empfohlene Zitierweise

    Mörsdorf, Klaus, "Hilling, Nikolaus" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 159 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116813415.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA